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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Zusammenkunft in Jmst.

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habe die katholische Lehre gegen die evangelische vertauscht, die Priester 162 !ausgetrieben und die kirchlichen Einkünfte sich zugeeignet. Von Lezterenverlangten sie die Rückerstattung. Sie klagten ferner, es hätten dieUnterengadiner den österreichischen Criminal- und Statutrichter (siemeinten Rudolf Planta ohne ihn jedoch ausdrücklich zu nennen) ver-jagt, nach ihrer gewohnten Weise Strafgerichte aufgestellt, nach Gut-dünken Geldstrafen ausgesprochen und deren Ertrag unter sich getheilt.

Man verlange, Laß auch in Civilsachen wieder ein österreichischer Richteraufgestellt werde. Trozdem daß aller Hochwald im Engadin Eigen-thum der Grafen von Tirol sei, hätten die Schleinser österreichischeHolzhauer weggetrieben. Der Berg Novella sei österreichisch, aberdessenungeachtet hätten die Engadiner auch dort, während des leztenHerbstes den österreichischen Holzschröteru Gewalt angethan. Was dieAlp auf dem Berge Zanders betreffe, so sei der Schiedsspruch vonJoh. Zöbeli und Jac. Janall, auch wenn ein solcher wirklich stattge-funden habe, dennoch niemals von seiner Durchlaucht anerkannt undratifieirt worden. Die dem Castellan des Schlosses Tarasp zustehendeGerichtsbarkeit endlich hätten sie usurpirt und das Schloß selbst ringsumgeben und so eingeschlossen, daß den Oesterreich»» kein sichererZugang zu demselben mehr offen blieb.

Wir antworteten in Kürze, bezüglich der Rechte des durchlauchtig-sten Erzherzogs über das Engadin sei uns gar nichts bekannt und seitvielen Jahren weiter nichts gebräuchlich gewesen, als daß die Ge-meinden vier Männer vorschlugen, von welchen dann der Pfleger zuNauders Namens des Erzherzogs, jedoch unter zu Ratheziehung desHauptmanns auf Fürstenburg, als Stellvertreter des Bischofs von Cur,einen als Blutrichter wählte; diesem komme einestheils die Hälfte derBußen zu, während anderntheils ihm ebenfalls die Hälfte der Un-kosten der Tirolischen Kammer zur Last falle. Es gedenke übrigensNiemand den Rechten des Erzherzogs sich zu widersezen oder ihnen zuwidersprechen. Die Freiheit der Religion sei vor mehr als neunzigJahren" durch ein Decret gemeiner drei Bünde ausgesprochen worden;und dieser Wohlthat erfreuten sich die Unterengadiner als Bundes-glieder ebenfalls. Der Statutrichter Rudolf Planta sei nicht von den

4v ziuntsnam swtionem im Original. Das Wort statio kommt später,freilich mit dem ^.chootivuin alpostris, in dieser Bedeutung noch öfters vor." A»f dem Bnndstage zn Jlanz 1526. Zusaz des Verf.