Zusammenkunft in Jmst.
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Gegen die drei Bünde gemeinschaftlich brachten sie folgendes vor. 1621.Zwischen der Grafschaft Tirol einer und dem Bischof von Cur unddem Gottshause anderseits bestünden mannigfache Verträge und Ver-pflichtungen über gegenseitige Unterstüzung und Hülse in Kriegszeiten,Werbung von Kriegsvolk, Durchpaß und Verkehrsfceiheit, Schlichtungvon Streitigkeiten, so wie endlich, daß nichts Feindseliges gegen dasHaus Oesterreich vorgenommen werden dürste. Aber er sei allerseitsbekannt, wie die Bünde diesen Verträgen nachgekommen. Den Bischofvon Cur, den Abt von Disentis, und andere mit Oesterreich verbündeteund in dessen Schirm und Schuz aufgenommene Katholiken, habe mangewaltsam ihrer Rechte, den Bischof seines Bisthums beraubt, und dieBündner hörten auch dermalen »och nicht auf, gegen sie Feindseligkeitenzu üben. Im Foro-Julianischen Kriege hätten die Bündner dem offenenFeinde (Venedig) des Hauses Oesterreich Kriegsvolk und den Paß be-willigt, hingegen im Jahre 1620, als Seine kaiserliche Majestät umden Transit von Kriegsbedürfnissen über bündnerischcs Gebiet nachItalien bat, dieses abgeschlagen, — endlich sogar durch Gesandte demPrätendenten der böhmischen Krone Hülfe angeboten und geleistet.Hieraus ergebe sich, daß die Bündner an die Erbeinigung sich nichtgehalten hätten und daß die österreichischen Unterthanen unter ihnen(die Unterengadiner und die acht Gerichte) durch gesezliche Mittel zumGehorsam zurückgeführt werden müßten. Sie verlangten auch Bürg-schaft dafür, daß dasjenige, was beschlossen worden, wirklich zur Aus-führung komme.
Wir antworteien hierauf Weniges. Die Verträge zwischen derGrafschaft Tirol und dem Bisthum Cur seien uns vielleichi nicht allebekannt, wohl aber, daß durch die zulezt abgeschlossene Erbeinigungalle früheren Conrentionen aufgehoben worden seien. Diese Erbeini-gung wünschten die Bündner genau zu beobachten und bäten, daß manihnen gegenüber das Nämliche thue. Der Bischof von Cur sei wäh-rend der lezten Unruhen aus dem Lande gezogen, er könne jezt, wo derFriede zurückgekehrt, ungefährdet wieder in den Bünden wohnen. Anseinen Gütern hätte man ihn nicht geschädiget. Auch der Abt vonDisentis habe in jenen Tagen das Land verlassen, doch sei seine Ab-wesenheit von keiner langen Dauer gewesen und nunmehr zurück-gekehrt, wohne er ruhig in seiner Abtei. Die Bündner, welche in denForo-Juliamschen Krieg gezogen, hätten dieß gänzlich gegen den öffent-lichen Befehl der Bünde gethan und um den Durchpaß geschloffem zu