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Zusammenkunft in Jmst.
1621. halten, seien überall und nicht ohne große für die Bünde daraus er-wachsende Unkosten Wachen ausgestellt worden. Jacob Jundt vonBasel hätte für sein ungesezliches Treiben, zu Cur mit dem Kopfegebüßt.
Das Ansuchen Ihrer Kaiserlichen Majestät um die Durchfuhr vonMunition sei gemäß den bestehenden Gesezen vom Bnndstag an dieGemeinden ausgeschrieben worden, der Vcltliner Aufruhr aber da-zwischen gekommen, bevor noch die Abstimmung darüber stattgehabt.Die Gesandtschaft an den Kronprätendenten Böhmens anlangend, sosei es dieser gewesen, welcher zuerst ein Schreiben schickte, das vondem damals zu Davos versammelten Strafgerichte eröffnet und auchbeantwortet wurde. Es habe aber Leztercs von den Häuptern undGemeinden, welche die oberste Landesbehörde bildeten, hiezu durchauskeinen Auftrag gehabt. Es müsse aus allem diesen den österreichischenCommissarien klar genug geworden sein, daß die Absicht und Gesin-nung der drei Bünde keine andere gewesen und noch sei, als die Erb-einigung mit Sorgfalt aufrecht zu erhalten. Dieser Absicht geschehedurch die einzelnen Gerichte, auf welche dem durchlauchtigsten Erz-herzog besondere Rechte zustünden, kein Eintrag, da dieselben lediglichihre bisherigen Freiheiten und Privilegien auch fürdechin zu genießenwünschten. Es liege demnach für das durchlauchtigste Haus Oester-reich nichi der geringste Grund zu einer Maßregel vor, wie die Be-sezung des Münsterthales oder die Sperrung des Transits sei. Dieverlangte Sicherheit anlangend, daß keinerlei Beunruhigungen undRechtsverlezungen mehr vorkämen, so seien ja die Bünde bis jest derleidende und augriffene Theil gewesen. Man hoffe deßhalb znvessicht-lich, daß der durchlauchtigste Erzherzog und seine Commissarien Hecht,Gerechtigkeit und Billigkeit in Berücksichtigung ziehen, den Status quowiederherstellen und die Erbeinigung aufrecht erhalten würden. Undwenn Einige in den Bünden der Beobachtung dieser Leztern sich vider-sezen sollten, so besäße» die Bündner noch Mittel genug, solche Wider-spenstige zum schuldigen Gehorsam zurückzuführen und den Fnedenwieder herzustellen.
Die Konferenzen und Zusammenkünfte dauerten vier Tage h nter-eiuandcr. Was die Oesterreichs an Documenten besaßen, bracht.m siezum Vorschein. Sie fußten hauptsächlich darauf, daß ihnen zum Theilunbeschränkte Herrschaftsrechte auf das Unterengadin und die achr Ge-richte zustünden und wollten es nicht einräumen, daß Staatsverbrechen