Zusammenkunft in Jmsi.
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gegen die Bünde, in jenen Gegenden durch diese selbst bestraft werden 1621dürften. Als ich dem Freiherr» v. Bemmelberg bemerkte, wie ja inden Bundsbriefen selbst die Art und Weise des Verfahrens gegenStaatsverbrecher vorgeschrieben sei, antwortete der sonst feingebildeteMann zornig, wenn ich auf dieser Ansicht beharre, so würde nicht dieFeder, sondern das Schwert die Verhandlungen zu einem Abschlußführen. Oefters verlangten wir, daß sie auch unsere Forderungen an-höre» möchten. Endlich geschah es. Das Nämliche, worum wir zuInnsbruck gebeten hatten, fühlten wir nun weitläufiger aus und füg-ten das Begehren hinzu, daß den zu Mals und Glnrns wohnendenGottshausleuten ihre angestammte und vor dreizehn Jahren wideralle alten Verträge ihnen entzogene Civilgerichtsbarkeit wieder einge-räumt würde. Da ferner in den Jahren 1592 und 1593 zu Malsund Nanders zwischen den österreichischen und bündnerischen Commis-sarien einige Anstände mit Vorbehalt höherer Ratification beigelegtworden, diejenige von Seite Oesterreichs aber noch immer nicht er-folgt sei, so suchten wir auch um ihre dießfällige Ertheilung nach.
Wir baten leztlich noch um Zahlung einiger Gelder, welche in Gcmäß-heit der Crbeinigung jährlich hätten berichtigt werden sollen und dienun seit einigen Jahren zurückbehalten worden waren. Wir konntenaber keine schriftliche Antwort erhalten. Sie behaupteten, ihre Forde-rungen wären älter als die Unsrigcn und müßten daher auch vor den-selben erledigt werden. Wir aber, als faktisch beraubt, verlangtenRestitution.
Während wir noch zu Jmst waren, kam Namens Bischof Johann'szu Cnr, der Magister Joh. Catrain, Pfarrer zu Nanders, an undverwahrte sich gegen Alles und Jedes was zum Schaden des Bi-schofs, der zu dieser Zusammenkunft nicht geladen worden, beschlossenwerden sollte. Die Commiffarien behielten sich vor, es bei ihrerHeimkunft ihren Obern mitzutheilen. Ebenfalls während wir noch zuJmst uns befanden, traf es sich, daß Steiger'sches Kriegsvolk, unge-achtet des Waffenstillstandes und unter der Führung des Simon Ja-nett, eines Engadiner Bandirte», in die Alpen der Schleinser undRemüser einbrach und siebzehn Ochsen raubte, wovon zwei sofort ge-schlachtet, die klebrigen aber auf Befehl Baldiron's, an welchen aufunsere Klage hin, die österreichischen Commiffarien darüber schrieben,wieder erstattet wurden. Endlich kamen wir überein, daß innert dreiWochen oder einem Monat, die Verhandlungen, abermals zu Jmst, da