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Versammlung der VII Orte zu Luzer»
1621. wieder aufgenommen würden, wo man sie dermalen abbrach; daß diebündnerischen Commissarien, wir, oder wenn Andere gesandt würden,diese, sich Mühe geben sollten, unumschränkte Vollmacht zum Abschlüssezu erhalten, und daß für einstweilen der Waffenstillstand fortzudauernhätte. Es war dieß am 16. Juli 1621.
Als wir auf dem Rückwege nach Feldkirch kamen, sandte Brionden Hauptmann Daniel Krenzinger zu uns, mit der Beschwerde, daßunser Volk am 16. Juli in der Nähe des St. Luziensteiges eine öster-reichische Schildwache auf österreichischem Gebiete getödet hätte. Wirforschten auf dem Rückwege sorgfältig nach und es ergab sich, daß beiGelegenheit, wo einige Oesterreichs um Kirschen zu lesen, ihre Grenzeüberschritten hatten, die Zürcher aus der Compagnie des HamptmannsCaspar Schmid ihnen nachsezten und mehr aus Zufall, als mit Willen,einen von ihnen tödeten. Brion verlangte auch, daß ihm für die neu-lich am St. Luziensteige getödeten Pferde der Werth erstattet würde.Zu Cur gaben wir endlich den Häuptern Rechenschaft und Berichtüber Alles, worauf es sammt und sonders auf die Gemeinden gebrachtwurde.
Inzwischen versammelten sich die sieben katholischen Orte der Eid-genossenschaft in Luzern zur Berathung ob sie die Bürgschaft desMadrider Vertrags übernehmen sollten. Die Spanier, Oesterreichsund Veltliner, so wie einige bündnerische Bandirte suchten mir allererdenklichen Mühe den Vollzug des Tractats zu hindern. Es hattendie Bandirten es besonders übel vermerkt, daß in demselben nichi auchfür sie, wie für die Veltliner, Amnestie erklärt worden war. Der apo-stolische Nuntius drang darauf, daß auch des Bischofs Interessen inden Bünden Berücksichtigung fänden. Schon damals konnte man be-merken, daß die französischen Gesandten aus Furcht vor einem, ihremLande drohenden Kriege, nicht mehr so eifrig auf den Vollzug des Ver-trags drangen. Die Spanier sezten Alles in Bewegung und ließenes sich (wie das Gerücht sagte) auch eine bedeutende Summe losten,um bei den einzelnen katholischen Eidgenossen es dahin zu bringen,daß die Orte die fragliche Verkürzung zurückwiesen. Zudem hatte»die Veltliner den Attio Besta und den Doctor Joh. Bapt. Marmonozu Erzherzog Leopold nach Innsbruck gesandt, um dessen Ratl undHülfe sich zu erbitten und ihn namentlich auch darum zu ersuchen,den Vollzug des Vertrags zu hindern. Marinono dehnte seine Reisebis nach Wien zum Kaiser aus. Dem Vernehmen nach soll bei Erz-