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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Versammlung der VIl Orte zu Luzcr»,

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herzog Leopold das Interesse der Veltliner dem Papste, dem Kanser undnoch rudern katholischen Fürsten mehr dringend anempfohlen, haben.Die Veltliner sandten auch den Mönch Alberto Pandolfo an dem Königvon Frankreich, welcher damals eben in der Belagerung von Montan-ban begriffen war. Dock soll derselbe geantwortet haben, dne Sachesei seinen Gesandten in der Eidgenossenschaft übergeben. Nach Luzernhatten die Veltliner den Giovanni Guicciardi, Doctor Jod. JaeobParibelli und Abondio Torello abgeordnet. Von den bündnerischmBandirten befanden sich daselbst und wurden häufig in der Gesellschaftdes Maximilian Mohr gesehen, Joh. Simeon Florin, Luzius v. Mont,Georg v. Schorsch, Jod. Anton Giöri und Job. Corai von Laax,Die Bündner schickten Wolfgang v. Montalta, Christoph Lehnn nndUlrich Buol nach Luzern, um die katholischen Orte zur Bürgschafts-leistung zu bewegen und gaben ihnen ihre einhellige Bcistimmung zarAnnalmie des Madrider Vertrags mit. Namens des Bischofs von Cnrerschien Caspar Sain, Domherr zu Cur. ^ Gueffier kam nach Schlaffder Tagsazung ebenfalls hin. Es trug zuerst Montholon in einernachdrücklichen Rede die Sache vor. Dann erhielten die BündnerGesandten das Wort, zrlezt auch die Rebellen im Veltlin, welche aufeine auffallende Act gegen die drei Bünde loszogen und die Bürg-schaftsleistung auf alle Weise zu hintertreiben suchten. Die Eidge-nossen klagten, sie hätten zu ihrem großen Schaden in die bündre-rischen Angelegenheiten sich gemischt und zulczt nichts als Undank zrmLohne davon getragen. Da nun aber die Sache in den Händen derdrei größten Monarchen, des Papstes und der Könige von Frankreichund Spanien sich befinde, gedächten sie diese Sorge ihnen zu lassen.Der apostolische Nuntius unterbrach sie mit der Mahnung, die Bürg-schaft nicht gänzlich zu verweigern, sondern nur in etwas zu verschieben,

43 Dieser richteie am l6. Juni ein Schreiben an den Bischof vanCur, in welchem er unter Andern, sich über den apostolischen NuntiusScapi beklagte, desien ganze Rede (wie er sich ausdrückte) in den Wortenbestand: „prooecknlur in cuusu restiUitionis«, zu deutsch: ,,»>an gehe vor-wärts in der Sache der Rückerstattung," d. b. man gebe das Veltlinden Bündnen, zurück, etwas, das Sayn in Uebereinstimmung mit Maxi-milian Mohr aus allen Kräften zu verhindern suchte nnd deshalb aufder nächsten Tagsazung za Baden, vor den katholischen Eidgenossen einegiftige Rede hielt, in welcher er die Bündner als Feinde Gottes, allerGeseze nnd der Natur selbst hinstellte nnd für unwürdig erklärte, daßdie Eidgenossen sich für fe verbürgten.

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