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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Versuch Vasalli's Cläven zu überfüllen.

1621. Berg Pajedo in die benachbarten Alpen des Comerseecs ein und führtenvon dort hundertfünfzig Schafe mit sich fort. Leztere wurden jedochdurch Joh. Maria dell' Acqna von Gordona mit Geld ausgelöst undgrößtentheils wieder erstattet. Es fand auch eine Einäscherung derspanischen Barraken zu Archetto auf Büudncr Gebiet statt. Daraufhin entwarf Hauptmann Jacob Vasall!, der aus dem Regiment desGrafen Serbelloni nach Riva di Mezzola gekommen war, nach Ver-abredung mit den in den benachbarten Dörfern des Comerseecs liegen-den Neapolitanern, den Plan, Cläven zu überfallen und wenn es nichtgehalten werden könnte, die Stadt wenigstens auszuplündern. Montagsden 24. August rückte er auf der linken Seite der Maira bis Mala-guarda (die Andern sollten auf der rechten gegen Gordona marschiren),schlug dann den geraden Weg auf Cläven ei» und war bereits bisjenseits Prada zu Ponte Carroro gekommen, als die Besazung, wennauch an der Zahl gering und noch dazu von ihren Hauptleuteu ver-lassen, Allarm schlug, sich sammelte und ihn mit den Seinigcu zurFlucht zwang. Vaffalli selbst wurde an einer Stelle, welche den NamenPizio führt, ducch eine Kugel getödet, sein Leichnam nach Cläven ge-bracht und dort begraben. Es fiel auch einer seiner Soldaten bei Por-retina in der Nähe von Bellaspada; verwundet wurden achtzehn, vonwelchen später acht ihren Wunden erlagen. Einen nahm mau gefan-gen, ließ ihn jedoch wieder laufen. Die Feinde hatte» auch den OrtSomagia bei Riva eingeäschert. In Vasalli's Stiefeln wurde einBrief Job. Maria Paravicini's von Ardcnno im Veltlin aufgefunden,des Inhalts, die Schwerter der Vüudner seien stumpf geworden und sieselbst hätten von den evangelischen Eidgenossen keine weitere Hülfe zuerwarten. Die Neapolitaner, welche mit ihren Schiffen wegen zu nie-drigem Fahrwasser an der Mündung der Adda im Comersce eine Weilefestlagen und deßhalb am rechtzeitigen Abfahren gehindert wurden,waren bis zum Dorfe Gordona gelangt. Als sie hier jedoch den aufder Flucht begriffenen Trupp Vasalli's begegneten, kehrten sie ebmfallsund zwar größtentheils durch Val Bodengo auf Mailänder Gebietzurück, wobei sie vieruudzwanzig Stück geraubtes Vieh rnit sick fort-führte». Vier Mann sollen von den Bauern zu Pajedo über die Fel-sen hinabgestürzt worden sein. Die Neapolitaner sagten später, es seieinverstanden gewesen, den Katholiken zu Cläven ein rothes Bäidchenzu geben, als Unterscheidungszeichen von den Uebrigen, welche maudem Tode geweiht hatte.