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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Kriegsrüstnngen der Bünde.

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Sechs Tage vorher waren einige Engadiner und mehrere Veltliner 1621.Bandirte über den Monte dcll' Oro in das Maleinggerthal einge-drungen, wo sie die Wachen der Aufrührer, nachdem siie drei Mann ge-tödet und Einige verwundet hatten, in die Flucht schlingen und sechzigStück Vieh erbeuteten. Darauf kamen Anton Maria Paravicin, Jac.Torello und Andere mit ihren Compagnien in das Malenggerthal undgaben sich den Anschein in's Engadin brechen zu wollen. Aber amFuße des Passes angelangt, ergriffen sie den Verwand, durch ihreFührer auf einen unrichtigen Weg geleitet worden zu sein und esmachten die Truppen wie die Führer rechtsumkehrt. Der Einfall Va-salli's fiel in die Zeit, wo Cicer sich zu Cur befand, weßhalb in derAntwort au den Herzog von Fcria, über denselben ebenfalls geklagtund gleichzeitig auch die Rückgabe des Veltlins sollicitirt wurde.

Am 16. August zog Baldiron mit einer Anzahl Truppen undvielen Saumfpfcrden über einen Bergpaß auf unbeachteten und vonden Engadinern, welche dazumal meist mit der Heu und Gerstenerndtebeschäftigt waren, unbewachten Pfaden in's Engadin und brachteKriegsbedürfnisse, als Pulver, Zündstcicke und dergleichen in dasSchloß Tarasp. Auf dem Bundstage war beschlossen worden, daßjeder Bund viertausend Mann, vollständig gerüstet auf jeden Tag undjede Stunde bereit halten sollte. Gueffier hatte diese Anordnunglge-mißbilligt. Auch Julius Cäsar Cicer bemerkte iu einem Briefe vonMailand aus, er hätte das Schreiben der Bündner dem Herzog vonFeria übergeben und ihm von ihrem guten Willen Kenntniß gegeben.

Da dieses Schreiben aber in deutscher Sprache abgefaßt gewesen,hätte der Herzog darauf noch nicht antworten können, inzwischen abergesagt, es schiene ihm hier eine List zu Grunde zu liegen, da demallgemeinen Gerücht zufolge, die Bündner im Siune hätten in's Velt-lin zu fallen. Es fügte Cicer hinzu, der Herzog werde das Veltlin ineigener Person vertheidigen. Würden aber die Bündner ruhig bleibenund gegen dasselbe, so wie die Grafschaft Worms nichts Feindlichesvornehmen, so werde der Herzog auch anderseits nicht dulden, daß seinKriegsvolk ihr damaliges Gebiet schädige. Der Einfall Vasalli's habegegen seine» Willen stattgefunden und der Urheber verdientermaßendafür gebüßt. Ein Nachsa; besagte endlich, der apostolische NuntiusScapi halte sich unter dem Vorwande zu Mailand auf, um einen über

" Also Evangelische.