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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Oesterreicher in den zehn Gerichten.

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gen anwesenden bündnerüchen Boten (vom obern Bnnde waren es nur?162i.drei) antwortete» hierauf, i h r Wunsch sei es, daß die Zürcher nichtabzögen, denjenigen der Räthe und Gemeinden aber einzuholen, sei inder kurzen Zeit nicht möglich. Dann bat der Zehngerichtenbnnd nochbesonders, daß sie bleibe» möchten.

Sonntags den 7. November sandten Ulrich von Ramschwag und 7. Nov.Hauptmann Franeesco Franzino einen Trompeter mit einem Schreibenan die Maienfeldcr, worin sie den Dnrchpaß für Truppen in dasPrättigau nachsuchten. Die Maienfeldcr schickten hierauf zwei Botenan sie znm St. Catharinenbrnnnen hinunter, wagten es aber dochnicht, den begehrten Paß zu gestatte». Eine Zahl Prättigancr warin die Herrschaft Maienfeld gelangt, das Znrcher'schc Regiment aberbegab sich noch an demselben Abend nach Nagaz und von da nachZürich zurück. 22 Auch die Eurer, welche während einiger Tage einFähnlein der Ihrigen zu Fläsch unterhalte» hatten, riefen dasselbewieder heim und so blieben zur Bewachung des St. Luziensteiges ein-zig die Prättigancr und Maienfelder zurück.

Inzwischen waren die Boten der acht Gerichte wieder aus demEngadin heimgekebrt. Wie früher, so wurden auch jezt die Davoscrvon den Oesterreicher» in Ansehung der kirchlichen und politischenFreiheit mit vielfachen Versprechungen überhäuft. Auch den Ucbrigenließen sie, da sie keine Aufträge anderer Art darüber hätten, die Aus-siebt auf Verzeihung und Religionsfreiheit, doch müßten sie den Oester-reicher» Geiseln stellen. Baldiron sandte hierauf einen Trompeter anBrion in, Montasun, mit der Ordre nichts weiter zu unternehmen,da man mit den Prättigauern sich verständigt hätte.

Donnerstags den 11. November langte das österreichische Heer zu 11. Nv.Davos an und plünderte keine anderen Wohnungen als die desObersten Job. Guler und die mcinige. Schon damals begann Bal-diron seine Versprechungen Lügen zu strafen, indem er sich den An-schein gab, als hätte er davon keine Kenntniß gehabt, daß die Davoserim Schlapinerthal das österreichische Volk geschlagen hatte». Sie er-hielten demnach die Weisung, auf Sonnabend den 13. November amKloster St. Jacob im Prättigau zu erscheinen und dann alle ihreWaffe» auf Schloß Eastels abzuliefern. Von dort wurden sowohl

22 Nach Anhörn I!!. 117 waren demselben sogar von „etlichen vn°getrnwen Pnntnern ein vbcrfall gctröwt worden."