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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die acht Gerichte unterwerfen sich

1621. ihre als die Waffen der Prättigauer in der Folge nach den, SchlosseGuttenberg gebracht. Gleichermaßen mußten auch alle Feldzeichenausgeliefert werden. Als sie selbst dann am bezeichneten Orte an-langten, befahl man ihnen, sich auf die Kniee zu werfen und um Ver-zeihung zu flehen, im Weitern dann Nachfolgendes, was Stredel vorlas,zu beschwören. Es ging dasselbe dahin, daß sie für die Zukunft nie undnimmermehr irgend etwas zum Schaden des durchlauchtigsten Erzher-zogs Leopold oder des ganzen österreichischen Hauses unternehmen woll-ten. Niemals dürften sie sich in irgend welche Bündnisse einlassen (dieUrkunden der französischen und eidgenössischen zwang man sie bei dieserGelegenheit hervorzusuchen und abzuliefern), sondern hätten als ver-erbte, natürliche und durch Eid und Huldigung gebundene Unterthanentreu und gehorsam zu sein und Alles dasjenige, was man ihnen be-fehle, mit Eifer und Sorgfalt anszuführen. Mein Bruder JohannesSprecher, welcher Namens des Volkes das Wort führte, sagte, eswerde dasselbe schwören, jedoch nur in soweit seine Glaubens- undGewissensfreiheit dabei nicht beeinträchtigt würde. Baldiron, welcherdie wehrlose Bevölkerung durch seine bewaffnete Mannschaft hatte um-geben lassen, antwortete heftig, er habe in Betreff der Religion keineAufträge und kümmere sich auch nicht darum, welchem Glauben sieangehörten. Auf dieses hin leisteten dann nicht lbloß die Davoser,sondern auch die übrigen Gerichte den Eid. Von den Schansiggern,welchen man die Waffen ebenfalls entzogen, den Curwaldern und Al-veneuern, denen man sie gelassen hatte, wurde kein, Kniefall verlangt.Dann übergab der Erzherzog jedem Gerichte einen Schirmbrief^,wie man ihn nannte, in welchem er die einzelnen Personen, derenWeiber, Kinder und Güter in seinen Schuz aufnahm.

13. Nv. Am 13. November kam Brion mit seiner Reiterei und vier FähnleinFußvolk aus dem Muntafun durch das Prättigau in der HerrschaftMaienfeld an und zwang die Bewohner ihre Waffen in das dortigeSchloß, das von den Oesterreichern sofort befestigt wurde, abzuliefern.Als die Prättigauer des Schierser Gerichts ihren Eid schworen, be-merkte Baldiron, ziemlich bezecht, den Christian Winkler, welcherlanges Haar trug, langte nach einer Scheere und schnitt ihm einigeLocken ab. Dabei frug er ihn, ob er nicht in venetianischen Dienstengestanden und auf seine Bejahung, weiter, ob er auch am Zuge gegen

23 lütterss tutelsrss im Original.