Baldiron beruft ben Bundstag.
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aufzubieten, den» er hatte durch einen aus der Herrschaft angelangten 1622.Eurer Bürger, bereits von der Niederlage der Deinigen Nachricht er-halten. Als Schorsch und Giöri nach Hohentrins kamen, wurden sievon den Einwohnern angehalten. Giöri vermochte zwar mit Zurück-lassung seines Hutes zu entfliehen, aber Schorsch riß man vom Pferdeherunter, wobei er eine leichte Wunde am Kopfe erhielt, vor weitemMißhandlungen jedoch durch andere geschüzt wurde. Den HauptmannCamenisch sandte Baldiron ebenfalls um Hülfe nach Mailand, woderselbe bei Zeiten, nämlich Dienstags drauf, anlangte.
Caspar Calvo von Trient, ein Vertrauter Baldirons, ritt miteinem Knecht ebenfalls am Sonntage nach St. Peter in's Schanfigg.Zufällig traf er auf Joh. Sprecher aus Langwies, der ein Schwert anseiner Seite trug. Bereits etwas argwöhnend, frug ihn Calvo, warumer bewehrt sei. Sprecher antwortete, als einer der Geschwornen habeer von Baldiron die Erlaubniß, ein Schwert zu tragen. Als ihm nunCalvo dasselbe mit Gewalt zu entreißen versuchte, wurden Sprecherim Handgemenge zwei Finger abgehauen. Risch Engi, ein Schan-figger, welcher gerade dazu kam, schlug den Knecht mit einem Sparrenzu Boden und nach langer Vertheidigung wurde auch Calvo getödet.
Baldiron, der durch diese Nachricht bestürzt, gegen Gewohnheithöflich gegen die Eurer sich erwies, ließ sofort den Bundstag ver-sammeln und beschwerte sich über den Aufstand der Prättigauer unddie Niederlage der Seinigen, wobei er sich auf seinen guten Willengegen die Stadt und die beiden Bünde berief. Er bat um Beistand,auch habe er schon in's Engadin um andere Truppen geschrieben.
Dieß war richtig, denn als er am 22. April aus dem Prättigau an-kam, hatte er noch i» der nämlichen Nacht einen reitenden Boten in'sUnterengadin um seine zweihundert Auserlesenen gesandt. Diese lang-ten nun Dienstags den 26. April in Cur an und bestanden meist ausMannschaft der Steiger'schen Compagnie, welche als ganz besonderswaffeutllchtig galt.
Trever's Compagnie, welche zu Ems lag, kam an diesem Tageebenfalls nach Cur. Die Eurer Bürger wurden gleichzeitig auf'sRathhaus beschieden, um die Einhaltung des mit Oesterreich abge-schlossenen Vertrags zu beschwören, — es erschienen aber nicht Alle.
Sonntags, den 2^. April, begab sich Rudolf Planta, welchem dieGemeinden des Unterengadins, um nach Innsbruck zu rpisen und diefreie Uebung des evangelischen Gottesdienstes zu erwirken, tausend