Die Prsstiganer vor Maieuseld.
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Gattin als sie zu Balzerö Selz einkaufen wollte, verrathen und ge- 1622.fangen nach Feldkirch abgesehn, dann aber gegen den HauptmannKlcinhans ausgetauscht. Eudcrlin selbst stieß den 26. April mit fünfzigSoldaten zu den Prättiganem. Was von Maicnfelder Bürgern ausder Stadt zu fliehen vermochte, vereinigte sich mit ihnen, so auch zweibündnerische Prediger, Bartholomäus Anhörn" und Magister Hart-mann Schwarz, welche durch Ermahnungen zur Frömmigkeit undTapferkeit, sie mit frischem Muth beseelte». Montags den 25. Aprilernannten die Schierser den Christian Truog zu ihrem Hauptmauu,berichteten an die Davoser, Curwalder und Schaufigger über den bis-herigen, glücklichen Fortgang und baten sie mit Rath und That ihnenbeizustehen; es sei keine Priratsache, um die es handle, sondern dasHeil der Seele und die alte Freiheit, weßhalb sie des ewigen Bünd-nisses eingedenk bleiben möchten. Sie schrieben auch nach Zürich anFreiherr» Rudolf v. Salis, damit er mit andern treuen Bürger» her-beieile und auch die Eidgenossen um Hülfe angehe. Als sie Dienstags,den 26. April, alle versammelt waren, verfaßten sie ein Schreiben andie dreizehn eidgenössischen Orte, in welchem sie ausführlich darthaten,wie sie von der österreichischen Besazung sowohl in Glaubenssachen,als an Leben und Gut auf unerträgliche Art tiranuisirt worden undnunmehr in gerechter Vertheidigung die alte Freiheit wieder errungenhätten. Uebrigens gedächten sie die Befugnisse, welche dem HauseOesterreich in den acht Gerichten zustünden, auf keine Weise zu vcr-lczen. Dieß voraussendend, empfahlen sie sich den Eidgenossen undbaten sie dringend nur Hülfe bei Vertheidigung ihrer Rechte.
Montags den 25. April besezten die Prättigauer und wer ihrer 2ä.Ap.Parthci war, die gegen Jenins hin gelegene Vorstadt Maienfelds.
Die Feinde aber, deren Hauptfnhrer Bartholome Adolf Mhcr war,
(der Hanptmann Christoph Prat lag krank im Lager) schössen von,
Thurm, der Kirche und einigen Gebäuden aus mit Feldstücken, so daßdie Prättigauer, welche gar nichts zu einer Belagerung Nöthiges undDienliches besaßen, die Vorstadt wieder verließen. Bon ihnen sielFestns Algoß, von den Feinden schösse» sie drei von der Stadtmauerherab. Nach ihrem Abzug rückten die Feinde aus, plünderten die Vor-stadt und nahmen aus dem Rückwege viel Geräthe und Proviant mitsich, arbeiteten auch Tag und Nacht an der Befestigung der Stadtund Aufführung eines Walles rings um die Stadtmauer.
" Der öftere- cüirte Verfasser des Cranbnndner Krieges.