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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Kampf an der Molinära.

1622. Alveneu als Schanzarbeiter mitgebracht. Baldiron sandte sofort einen20.Mai Trompeter zu den Prättigaueru mit der Meldung ab, er hätte vondem durchlauchtigsten Erzherzog den Auftrag, das Heer in das Elsaßzu führen; es folge ihm auf dem Fuße nach und er verlange für das-selbe freien Durchpaß durch die Schanzen und die ganze HerrschaftMaienfeld in der Richtung nach Feldkirch. Obschon die List ihnennicht verborgen blieb, wollten die Bündner dennoch den Paß zu Ehrendes Erzherzogs unter der Bedingung gestatten, daß täglich nur je zwei-,hundert Mann durchmarschirten und man für allen aus ihrem Durch-zug allfällig erwachsenden Schaden Sicherheit leistete. Ueber dieseAntwort im höchsten Grade zornig, ließ Baldiron die Seinige» sofortzum Angriff schreiten, befahl Schanzen auszuwerfen und Las grobeGeschüz aufzupflanzen. Als die Bündner den Feind in solcher Nähesahen und sehr nnter dessen Feuer litten, beschlossen sie dem Angriffezuvorzukommen und sandten vierbundert der Ihrigen gegen die Hohe,um den Feind im Rücken zu nehmen. ^ Man kämpfte dort mit Heftig-keit, denn die Oesterreichs wehrten sich mannhaft und die spanischeReiterei kam ihnen zu Hülfe. Einige Male wurden die Feinde gewor-fen und wenn nicht Baldiron, der sich tapfer hielt, ^ mit den Salz-burgern erschienen wäre, hätten sie die Flucht ergriffen. Auf derandern Seite gegen den Rhein hin, wo die Appenzeller und die ausden vier Dörfern standen, wurde ebenfalls ein Ausfall und zwar biszum feindlichen Geschüz gemacht. Diesem kam aber die Reiterei zu Hülfeund man kämpfte lange und hartnäckig. Endlich zogen sich die Bündnervor der Uebermacht des Feindes in guter Ordnung zum Walle zurück.Jener verlor an diesem Tage mehr als hundert Mann, darunter einenLieutenant und zwei Fähndciche der italienischen Truppen. Haupt-mann Christoph Treuer, durch Kolbenschläge schwer verwundet, starbzu Cur am folgenden Tage. Hauptmann Giulio Bregondio von

" Nach Anhörn hatte der Feind „Nauchaspermonl" (richtiger Neu-aspermont, die Ruine ob der Molinära) besezt und schoß von da aufdie Bündner herab, welche darauf ihre vierhundert Mann von Valzeinaüber Says herab sandten.

«3 Anhörn erzählt: „Ein Pündner hat vom Obersten Baldiron hörenreden: „„Die Pündner find nit menschen sonder Taiffel und hette ichderen 5000 Ich wollte den Grasten von Mannsfeld bald aus dem Elsasgeschlagen haben. Wir müssend unsern äußersten fleiß gegen disen Leuthenanwenden, Larmit wir nit von Ihnen schamroth gemacht »verbind."" IV. 67.