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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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365
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Die Bündner schlagen die Oesterreicher an der Molinära. 365

Inzwischen kämpfte man anch an der Molinära unter lebhaftem 1S22.Feuer von beiden Seite», Als die Bündner sich zulezt überzeugten,daß der Feind aus seiner Stellung geworfen werden könne, wenn manihn von der Höhe des Berges angriffe und zugleich auch erfuhren, daßBalLiron zumeist in Cur sich aufhalte, wählten sie siebenhundert Mann,meist Prättigauer, unter der Anführung von Stephan Thys, JohannZeuch, Joh. Loricnt, Casoar Heer und Landammann Martin Michaelaus, welche dann Mittwochs, den 25. Mai, während der Nacht in's LS.MaiPrättigau zogen, um am folgenden Morgen in der Dämmerung vonValzeina aus über Stame die Feinde aus der Molinära zu vertreiben.

Es traf sich zufällig, daß dieser Donnerstag, der 26. Mai, auf das 28.MaiFest Corpus domini fiel, zu dessen Feier Baldiro» mit vielen Andernsich zu Cur befand. Dazu kam, daß am vorherigen Abend viele CirerBürger im Hause des Stadtwachtmeisters Joh. Walser sich versamnelthatten, um über die Ausstellung von Wachtposten (die Bürger pflectennämlich selbst Schildwache zu stehen) Rath zu pflegen. Als Harpt-mann Antonio Lella Scazza, ein Neapolitaner, dieselben bewaffnetzusammenkommen sah, schöpfte er sofort Argwohn über ein heimlichesEinverständniß mit den Pcättigauern und sorgte dafür, daß in ter-selben Nacht noch etwelche Mannschaft an Reitern und Fußvolk in dieStadt berufen wurde. Die Bündner brachen am bestimmten Tcge,aber nicht zeitig genug, in das Lager der Feinde ein. Die meitenReiter hatten ihre Pferde angezäumt auf der Weide gelassen. Als sieaber die Bündner von ferne erblikte»^ (rurch Schuld eines Schlei-fers zeigten sie sich, in der Beglaubigung, Zeuch habe den Angriffschon begonnen, etwas zu früh) schlugen sie sofort Allarm und V.elepackten auf und machten sich zur Flucht bereit. Wenn nun während desersten Schreckens die Unsrigen, welche am Walle standen, hervorge-brochen wären, hätten sie einen weit größer» Erfolg gewonnen. Ein-geschüchtert durch die ausgestandene Gefahr^ aber, rückten sie nurlangsam vor. Die feindliche Reiterei nahm zwar den Kampf auf, inwelchem Camill v. Mont's Pferd unter seinem Reiter erstochen wurde,aber das Fußvolk wandte sich in schneller Flucht auf die Stadt zu unddie Reiterei folgte ihm dann ohne Zögerung nach und zwar in so

Nämlich die am Wale Gelagerten und »ich! die auf die Höhegesandten Siebenhundert.

52 Die Siebenhundert.

55 Welche? erhellt »ich! klar.