Uebergabe von Maienfeld.
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Derlurst zurückgedrängt. Der zweite Fähndrich, der sie geführt hatte, 1622 .fand mit vier andern seinen Tod. Achtzehn wurden verwundet, dar-unter Bartholome Adolf Mher an der Stirne. Der Tod des zweitenFähnLrichs, eines tüchtigen Soldaten, stimmte den Muth der Oester-reicher sehr herab, so daß dieselben, wenn sie auch am folgenden Tagewieder aus der Stadt rückten, dennoch die Schanze nicht anzugreifenwagten. Am nämlichen Sonntage wurde das an der Molinära denFeinde» abgenommene Feldstück an einem geeigneten Orte aufgepflanztund gegen die Stadt Maienfeld abgefeuert.
Inzwischen sah sich im Schlosse zu Maienfeld Hauptmann ChristophPrat, der Oberanführer, von Krankheit und Verdruß gefoltert, denner hatte Nachts schon mehrere Male einige der Deinigen mit verschie-denem Geräthe auf Flößen den Rhein hinab nach Balzers gesandt undwar noch immer ohne Berichte von denselben. Von Graf Caspar v.Hohenems, der seine Neutralität in diesem Kriege erklärt hatte, hießes, er werde seinen Vogt auf Schloß Vaduz, Joh. Emmerich RignolbBroßwalder, an die Bündner senden. ^ Da begannen endlich auch dieBelagerten über die Uebergabe zu unterhandeln und begehrten freienAbzug in Wehr und Waffen, mit Gepäck und wehenden Bannern.
Es gelangte zwar die Nachricht in das bündnerische Lager, daß jenevier Reiterschwadronen, das neapolitanische und das Regiment desJohann Medieis aus dem Elsaß nach Feldkirch zurückkehrten, wasdann auch wirklich geschah, da aber die Besazung zu Maienfeld sichschon ergeben hatte, weigerten sie sich, durch das Beispiel der Andernabgeschreckt, auf den St. Luziensteig zu marschiren und wurden deß-halb über den Arlberg in das Münsterthal, die Grafschaft Wormsund in das Beltlin gesandt, von wo Einige bis in's Puschlav ge-langten.
Dienstags, am leztcn Tage des Monats Mai, sandten auf Bal-dirons Antrieb die beiden Bünde einige Boten, unter welchen auchLanLammann Joh. Berchter von Disentis und Hauptmann Andreasv. Salis sich befanden, nach Jenins an die Bündner ab. Ebendahinkam auch der königliche Dollmetsch Anton v. Molina. Alle mahntenzum Abschluß eines Waffenstillstandes, welchen Baldiron Lurch Herbei-ziehen von Truppen aus dem Elsaß benuzen zu können hoffte. Die
n Dieß fand dann auch statt und hatte die Vermittlnng der Kapitu-lation znm Zwecke. Anhörn.