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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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381
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Tagsazung zu Baden.

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Schaniserthale Silbergrnben bearbeitcre, und deßhalb öfters durch die >62Bünde kam, brachte, da er kürzlich in der Umgebung des Erzherzogswar, den Bericht, daß derselbe zwar sehr erzürnt sei, die Sache dennochaber, wie er meinte, beigelegt werde» könne, wenn dem Hause Oester-reich freier Paß durch die Bünde eingeräumt würde. Doch sollen dieGesandten anderer Fürsten diesem Ansinnen sich widersezt haben.Nachdem er Alles zum Kriege angeordnet, kehrte der Erzherzog in dasElsaß zurück.

Die bündnerischcn Rathsboten sandten zur eidgenössischen Tag-saznng »ach Baden Ritter Job. Anton ü Marca, Bürgermeister Gre-gorius Meyer und Landammann Joh. Sprecher, -»einen- Bruder, mitdem Austrage ab, um Rath und Hülfstrnppen und freien Paß für dieLeztern zu bitten. Ebenfalls nach Laden kamen auch der spanischeGesandte Hieronymo Casati, Sohn des verstorbenen Alfvns Casati,und Joh. Reinhard v. Dchauenburg, österreichischer Gesandter, dergegen die Prättigauer, die er stets Rebellen nannte, eine weitläufigeKlage erhob. Unter Andern beschwerte er sich auch über einige Orteder Eidgenossenschaft, daß sie ihren Leuten den Zuzug erlaubte» unddie Prättigauer mit Zufuhr und Anderem unterstüzten. Die Eid-genossen entschuldigten sich bestmöglichst und wie sie früher zur Bei-legung des Krieges den Joh. Heinrich Reding von Schwiz an denErzherzog Leopold abgesandt hatten, so trugen sie sich auch jezt wiederzu Vermittlern an. AIs der Tag hiezu wurde der 28. Juni und alsOrt Feldkirch bestimmt. Den cingcbornen Eidgenossen wurde es ge-stattet an diesem Bcrthcidignngskriege der Bünde Tbeil zu nehmen,aber die Wachen der Schwizcr blieben stehen und Viele wurden amPaß gehindert, Einige wohl auch in's Wasser geworfen. An dergleichen Tagsazung erschienen Joh. Simecn Florin und Joh. Coraiund drei andere Oberbündner, welche, wie oben ^ schon bemerkt wurde,über die Beutezüge und Erpressungen der Glarner sich beschwerten.Einige erröthete» nicht, die Behauptung aufzustellen, das neuerdingsstattgehabte Aneinanderschließen der drei Bünde ziele auf Vernichtungdes katholischen Glaubens hin und in der That sei auch bereits vielenGemeinden der katholische Cultus entzogen, die Priester schwer be-straft und ansgetrieben, und seit Erlassnng der Generalamncstie einekatholische Kirche geplündert und beraubt worden. Auf die Frage,

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