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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die Bündner verschanzen den Splügen. 395

St. Jacob, Sylvestro Todeschino und Jacob Biavasco, Vorsteher zu 1622.Gordona, als dündnerischc Partheigänger gefangen in die BesteFuentes, wo bis auf Paris Pestalozz, der als unschuldig später frei-gelassen wurde, alle vor Kummer starben. Serbelloni wußte es späterauch dahin zu bringe», daß das prächtige Haus des Obersten Bapt.v. Salis zu Soglio im Bregell, durch die Bregeller von Unterportaselbst Lemolirt wurde. Antonio Lella Foppa von Bondo wurde beidieser Gelegenheit von einer einstürzenden Mauer erschlagen.

Am 18. Juli kam Don Francesco de Padilla von Gaeta, Kastel-lan r zu Mailand, nach Cläven und hielt sich da vier Tage auf. DieBesazung wnrde durch sieben Compagnien aus dem Regiment JohannBravo's vermehrt, doch zogen dieselben bald wieder ab. Auf der Hohedes Splügnerberges führten die Bündner quer über eine Schanze undbesezten sie mit drei kleinen Feldstücken; auch langten dort die beidenCompagnien Montalta und » Marca endlich an.

Um nichts unversucht zu lassen, woher die mindeste Hoffnung schim-merte, das Verlorne wieder zu gewinnen, hatte der General? denLandammann Konstantin Planta an die Grenze des Veltlins gesandt,um mit Doctor Francesco Venosta, oder Robustell selbst, oder endlichAttio Best« sich zu besprechen. Am 20. Juli fand sich dann Lezterer,dem die Spanier jedoch einen ihrer Offiziere als Begleiter mitgaben,zu Brusio, dem verabredeten Orte ei». Als hier Konstantin Plantadavon sprach, die Veltliner möchten sich der bündnerischen Herrschaftwieder unterwerfen, antwortete Attio, darüber sowie jedes Anderemüsse man mit den Spaniern selbst verhandeln, von welchen die Velt-liner gänzlich abhängig wäre». Planta möchte die Bünde ermähnen,den Frieden anzunehmen, denn noch sei es Zeit, zögerten sie aber, sowürde man sie mit Feuer und Schwert heimsuchen.

Kurz darauf kam Carl Robustell, Jacobs Sohn, zum Comman-dant von sechs Compagnien ernannt und durch den Herzog von Feriageworben, in's Münsterthal. Es waren sechshundert Mann, im Veltlinund meist aus fremden Truppen gebildet. Hauptleute außer Robustellwaren Antonio Homodeo von Tirano, Jacob Venosta von Grossotto,Felossio Marlianico, Carlo Lavizzari, Beide von Sondrio und Or-tensio Piazzi von Ponte.

r Osslellnnus und nicht Kubernalor im Original.? Rudolf v. Salis.