596
Die Veltliner senden ebenfalls nach Innsbruck.
1028. Engadin und von dort über den Bernina in das Veltlin oder über denMaloja nach Cläven. Ferner über die Stadt Cur, von wo sechs ver-schiedene Wege nach Italien führten, der erste über den Septimer, derzweite über den Splüge» nach Cläven; der dritte über den Vogel-bergin daL Misorerthal und nach Bellinzona; der vierte über denSt. Jori^ und Vcnschin (es sind zwei Straßen) nach Gravedona;der fünfte über den Lnkmanier (hent zu Tage Santa Maria) aus demGericht Disentis und der sechste aus dem Lngnezerthal über den MonteCrena ^ in Val Blegno und von da nach Bellinzona. Aus dem Velt-lin und den Grafschaften Cläven und Worms führten hauptsächlichsechs sehr betretene Pässe nach Italien über die Berge Gavia 22 , Mor-tirolo, Aprica, über Val Madre, Val di Bitto und den Comersee.Dagegen besäßen die Eidgenossen, mit Ausnahme der Walliser, dieeinige unwegsame Uebergänge hätten, nur den einen Paß über denSt. Gotthard. Es seien zumal znr Zeit der Pest und wo man ver-schiedener Wege bedürfe, die bündnerischen Pässe weitaus vorzuziehen.
Inzwischen warb Major Georg Jenatsch unter dem Titel einesObersten für die durchlauchtigste Republik Venedig heimlich ein Regi-ment von zwölfhundert Man» und batte bereits keine kleine Anzahlauf veuetiauischeS Gebiet gebracht. Vorher war auch von HauptmannTobias Finer zum Regiment Ludwig Friedrich Canoffsky's eine Com-pagnie geworben worden.
Mio Besta war inzwischen aus Spanien in das Veltlin heim-gekehrt, während Doctor Torello noch dort verblieb. Jener statteteDienstags den 24. Octobec vor dem Rathe der Tbalschaft Bericht überseine Mission ab. Unter Anderm erzählte er, der Graf Caspar Guz-
26 Heute der St. Bernharden.
2? Bei Cabblolo im Misoxertbal öffnet sich auf der Morgenseite einDobel, das sich später gabelt und dessen einer Arm auf den Sr. Jorifübrt. Dieser Bergstock steht in der Mitte zwischen zwei Thälern, welchebler ihren Ursprung nehmen, später sich vereinigen und bei Gravedona amComersee ausmünden. Ohne Zweifel meint Sprecher die beiden Berg-sättel rechts und links des St. Jori. In einem dieser Seitenthälerliegt der Ort Vinci»».
2« Die Karte zeigt hier verschiedene Bergwege, vorzüglich einen überden Cadelin.
22 In der Herrschaft WormS und zwar östlich und westlich des Gavia-bcrges in Val di Sole und Val Camonica.
2« Bei Morbeguo ausmündend.