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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Rohan kömmt nach Cur.

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beigefügt, daß ihre Boten am 6. December zu Innsbruck sich einfinden 1631.sollten, wurde am 29. November ein Beitag zu Cur abgehalten. Hiernahm Land« einen Vortritt und legte eine Protestation ein, wenn dieBoten früher abreisten, als er den König von der ganzen Sache zu- unterrichten vermöchte. Von Seite des Beitags und der Gemeindeni wurde hiegegen kein Widerspruch erhoben.

Die Gelegenheit zu der beabsichtigten Zusammenkunft mit denOesterreichern war aber folgende. Die zu Innsbruck, im August des! Jahres 1629, abgeschlossene Kapitulation enthielt manche nachtheiligeArtikel für die Untereugadiner. Damit aber immer noch nicht zufrie-den, verlangten die österreichischen Commissarien Burcklehuer, Mohr! und Fels von Tag zu Tag mehr von denselben. Die Untereugadiner

! wandten sich deßhalb um Uuterstüzuug und mit der Bitte an den Bei-

§ tag die Beobachtung der Kapitulation in ihre engsten Gränzen ein-

^ zuschrauben, machten sich auch die Gelegenheit zu Nuzen und unter-

j ließen es, diejenigen, welche auf St. Georgentag 1631 zu huldigen

und die Messe zu besuchen, sich geweigert hatten, nach dem Befehl dererzberzoglichen Commissarien, aus der Thalschaft zu weisen. Als dannf nun gar das kaiserliche Heer aus den Bünde» abgezogen war, drangendie Unterengadiner auch nicht weiter auf die Conferenz, sondern ver-langten, wie die übrigen Bündner, ihre alten Rechte zu genießen.

Von diesem Beitag wurde Oberst Brügger abermals an den Königvon Frankreich abgesandt, um demselben für die väterliche Sorge unddie Wohlthat der wiedererlangten Freiheit zu danken, um die Fort-sezung seines Schuzes und seiner Beihülfe und namentlich auch darumzu bitten, Laß die bünLnerischen Besten nur durch bündnerische Trup-pen besezt würden.

Donnerstags den 4. December langten die beiden Herzöge Henryde Rohau und Henry de Candales zu Cur an. Beide kamen vonVenedig, doch während Candales weiter nach Frankreich reiste, wurdeRohan, von dem allerchristlichsten König hiezu bevollmächtigt und em-pfohlen, als Oberanführer der bünduerischen Truppen Donnerstagsden 11. Deceniber vom Rathe empfangen. Im Monat Februar desJahres 1632 erhielt er von Ihrer allerchristlichsten Majestät die Er-nennung zu deren außerordentlichen Gesandten in der Eidgenossen-schaft und den drei Bünden und nach seiner Abreise in das Veltlinauch diejenige eines Generallieutenants.