Tagsazung z» Baden.
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war; auch liege es nicht in der Absicht des Erzherzogs, die Freiheit der 163Eidgenossen im Abschluß von Bündnissen beschränken zu wollen, son-dern es wünsche derselbe nur, daß die Erbeinigung gehalten und durcheidgenössische Gesandten die Könige von Frankreich und Schweden er-sucht würden, ihre Truppen ans dem deutschen Reiche und dem öster-reichischen Gebiete wegzuziehen. Alles dieses bemerkte Volmar nur imPrivatgespräche einigen eidgenössischen Ratbsgesaudte» gegenüber.
Freitags den 20. Mai erschien der Herzog v. Rohau vor der Ver-sammlung. Er sprach von dem guten Willen und der väterlichenSorge Ihrer allerchristlichsten Majestät gegen die gesammte Eid-genossenschaft, mahnte dringend zur Eintracht und daß sie ibre Pässekeinen fremden Truppen weder zum llebergange ans Italien noch umdort hineinzuziehen bewilligen möchten, sondern das Bündniß und dieFreundschaft seines Königs gebührend in Ehren hielten, der ihnendafür auch gegen Jedermann zur Seite zu stehen und sie niemals zuverlasse» verspreche. Dann verlangte Rohan, daß diejenigen Orte,j welche über das an die Eidgenossen zur Hut der bnndnerischen Pässegestellte Begehren um Truppen sich »och nicht ausgesprochen hätten,nunmehr ebenfalls ihre Einwilligung dazu gäben.
Man dankte ihm und versicherte, das Bündniß und die Freund-schaft mit Frankreich, sowie des Königs getreue Verwöhnungen lägenihnen ebenso sehr am Herzen, als sie ihnen znm Troste gereichten.
Dann verhandelte man über die Beilegung der Anstünde zwischenZürich und den fünf Orten. Evangelischer Seits wurde» als Schieds-richter gewählt: Franz Ludwig v. Erlach, Freiherr von Spiez undJoh. Rudolf Fesch, Oberstzunstmeister " von Basel, doch trat an dessenStelle dani, Joh. Jacob v. Stuol; katholischer Seits: Joh. v. Roll,Schultheiß zu Solothnrn und Joh. Daniel v. Montenach, Miteigen-thümer von Pont" und des Raths zu Freiburg.
Unterm 25. Mai schrieb der Erzherzog Leopold von Innsbruckaus an den Herzog v. Rohan und klagte über den König von Schwe-den und dessen Minister, daß sie ohne Grund und Kriegserklärung,sowie gegen alles Recht seine Markgrafschaft Burgau besezt und seine
IHbunus summus.
Lonäomlnus Uontl im Orig. Bon der Freiherrschaft Pont gehörteihm ein Dritttheil, der vv» seinem Sohn Job. Anton t679 dann andie Stadt Freiburg verkauft winke. Der hier erwähnte Joh. Danielv. Montenach (<>e üloiUnßnlo) wurde l653 Schultheiß zn Freiburg. Leu.