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Schreiben des Erzherzoge Leopold an Rohan
u>N2 Vogte, in Schwaden tributpflichtig 'b gemacht hätten. In Folge dessendenke er mit allem Fleiß an die Hut und Sicherstellung der tirolischenPässe und hoffe, daß die Bnndner die Erbeinigung nicht vergessen undden Schweden den Transit nicht gestatten würden. Er verspreche sichdieses um so mehr vor ihrer Seite, als es ihr eigener Nuzen sei.Sollten sie jedoch ihre Schuldigkeit nicht thun, so werde wohl derHerzog v. Rohan, der Namens Ihrer allerchristlichsten Majestät denBefehl führe und vor Allem aus Diese selbst, welche ihm gegenüberstets den besten Willen gezeigt, jeden Paß verhindern. Würden dieSchweden ihn jedoch durch Waffengewalt erzwingen wollen, so wünscheder Erzherzog zu wissen, ob man selben den dann freiwillig zu gebengedenke, oder ob das Kriegsvolk, worüber Rohan verfüge, im Falleder Vertheidigung zur Zurückweisung jeglichen Angriffes zureichendsei. Dieß möchte er zu seinem Verhalten erfahren, unter Anerbietungbester und willigster Gegendienste.
Hierauf antwortete der Herzog von Rohan dem Erzherzog unterm80. Mai, er glaube nicht, daß das schwedische Heer den Paß zubrauchen gedenke. Die Waffen Ihrer allerchristlichßen Majestät aber,welche er in diesen Theilen der Bünde befehlige, seien lediglich Hülfs-trnppen zur Vertheidigung der Freiheit der Bündner, als Bunds-genossen der Krone Frankreich. Andere Absichten und Vortheile suchesein Monarch nicht. Wenn aber Jemand gegen dessen Willen dieserPässe sich zu bedienen suche» sollte, habe er Truppen genug, um solcheZumuthnngen zurück zu weisen und wisse auch, daß der Erzherzog zuzu den Freunden Ihrer allerchristlichsten Majestät zu zählen sei. Erfügte noch hinzu, er und Lands hätten von Ebenderselben Aufträgeüber Beilegung der Anstünde zwischen dem Erzherzog und den Bündnernund er wünsche von Ersterem zu hören, was er in dieser Sache denke.
Am 9. Juni wurde das Regiment des Grafen Jacob Hannibalvon Hohenems, welches unter den Auspizien des Königs von Spanien,wie weiter oben bemerkt geworben worden war, an einer Stelle,welche den Namen Scheidegg führte und zwei Stunden von Bregenzentfernt ist, Morgens in aller Frühe von den Schweden überfallen.Der Graf selbst sammt seiner Gemahlin, zwei Hauptleute und vier-hundert Mann wurden gefangen genommen und hundert niedergehauen,
w IHbutaiirim t'ecerint, im Original,„gebrandschazt hätten" zn übersezen.
" Siehe Seite 68.
Vielleicht ist die Stelle mit