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Deputation an den Herzog von Rohan.
Rath sowohl an die dreizehn eidgenössische» Orte, als an die Walliser 1635.nm Rath und Hülfe und daß sie den allerchristlichsten König ebenfallsersuchte», die Erstattung des Veltlins an die Bündncr so bald wiemöglich vorzunehmen.
Zum Zwecke der Rückgabe des Veltlins und der GrafschaftenClären und Worms in demjenigen Zustande, wie solche früher denBündnern gehörten, wurden folgende sechs Dcpntirten an den Herzogvon Rohan ernannt: Landrichter Caspar Schmid, Conradin v. Castel-berg, Bürgermeister Gregorius Meyer von Cur, Fortunat v. Juvalt,Meinrad Bnvl, Haupt des Zehngerichtenbundes und Johann AntonBuol. Nachdem dann am 20. Mai, Sonntags, der Secretär Prioleauzu Cur angelangt war, sollten dieselben am 29. Mai in's Veltlinabreisen.
In einem Schreiben aus Wien vom 20. April führte der Kaiserüber die dreizehn eidgenössischen Orte Beschwerde, daß sie dem fran-zösischen Heere zur Einnahme des Veltlins den Paß erlaubt und jenesauch zn Wasser und zu Land mittelst Proviantzuführen nnterstüzthätten. Dieses, fügte der Kaiser hinzu, stehe mit der Erbeinignng imWidersprüche, da der König von Frankreich mit dem Reiche und demHause Oesterreich in offenem Bruche sich befinde. Er ersuche sie daherdas Bllndniß zu beobachten, wie Cd selbst und das ganze durchlauch-tige Haus Oesterreich es stets mit höchstem Eifer gethan hätten und»och thun würden, — und den Feinden des Hauses Oesterreich wederDurchpaß noch irgend welche Unterstüzung angedeihen zu lassen.
Unterm 15. Mai schrieb dann der Kaiser von Neuem einen Briesan die Eidgenossen, mit dem Gesuche dahin zu wirken, daß dieFranzosen die beseztcn Pässe wieder frei gäben; sie selbst aber möchtenmehr den Bündnern, sondern dem kaiserlichen Volke hülfreich zu Seitestehen.
so Am 14. Mai wurde bei Sernio, oberhalb Tirano, FrancescoPestalozzi, des Hauptmanns Joh. Peter Enderli Lienteuanl, von CarlParaviciui getödek. Zwischen beiden herrschte durchaus keine Feind-schaft, denn sie kannte» sich ganz und gar nicht. Der Mörder sagtelediglich, er hätte sich vorgenommen gehabt, einen Mann anö diesemHeere umzubringen. Kurz darauf tödete auch ein des Landes Verwie-sener an der Brücke zu Tresenda einen Puschlaver, den er vorher nie-mals gesehen hatte und wo überhaupt das Veltliner Gesinde! Soldatenans dem französischen Heere einzeln anzutreffen vermochte, wurden die-selben im Hinterhalt ermordet. gnsaz des Vers.