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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Aufgefangene Briefe des Geueral's Gallas.

1635. Am 21. Mai kamen Abschriften (die Originale selbst erhielt derHerzog von Roha») von Briefen des Generallientenants MathiasGallas nach Cur, welche durch den Freiherr» Laurenz Hoffkirch undOberstlieutenant Johann Müller, zu Ulm aufgefangen worden waren.

Der erste Brief war von Heilbron den 10. Mai datirt und an diedurchlauchtigste Erzherzogin Claudia gerichtet. Gallas zeigte ihr indemselben an, wie den Befehlen Ihrer kaiserlichen Majestät gemäß, zehn-tausend Mann in die Grafschaft Tirol gesandt werden sollten. Er hättenach Kräften dieses zu hindern und dem Kaiser auszureden versucht,namentlich durch Vorstellung aller Nachtheile, welche für das durch-lauchtigste Haus Oesterreich daraus hervorgehen könnten, — dannaber verlangt, daß wenigstens nur sechstausend Mann geschickt wür-den, — dessenungeachtet jedoch zum zweite» und dritten Male (wieer in einer Nachschrift bemerkte) den Befehl erhalten, die zehntausendMann marschire» zu lassen, — was er zu seiner Entschuldigung derErzherzogin jezt mittheile.

Der andere Brief trug das nämliche Datum und war ebenfalls vonHeilbronn aus an Maximilian Marti» Golz, Freiherr» v. Kroii^',gerichtet, welcher die Avantgarde zu befehligen hatte. Derselbe wurdeangewiesen, mit aller Geschicklichkeit darauf zu sehen, daß so baldimmer möglich vorerst wenigstens zweitausend Mann in die GrafschaftTirol einmarschirten (sollte die Bevölkerung von der ganzen Zahlhören, so würde sie zweifelsohne in allzu großen Schrecken gerathen);dieß einmal geschehen, könnten Mehrere noch sehr leicht nachfolgen,weßhalb auf die Tiroler Pässe ein wachsames Auge zu halten sei.Zum Befehlshaber des ganzen Heeres sei der Marchese FrancescoCarretto, sonst genannt Grana, bestimmt, dessen Tüchtigkeit er lobendhervorhob. Dann fügte er sieben verschiedene Jnstructionspuukte fürGolz hinzu, in welchen er von der zu beobachtenden Ordnung und derZufuhr sprach, welche der Kaiser aus Oesterreich nach Hall, in dasJnnthal, senden wolle. Alles Uebrige, im weitem Nothwendige, habeder spanische Gesandte zu Innsbruck, Don Fedcrigo Henriquez, zuliefern versprochen, doch glaube er auf dessen Eifer und Pünktlichkeitnicht allzusehr sich verlasse» zu dürfen.

Gallas eröffnete auch seine eigenen Ansichten in diesem Schreiben,und fügte bei, es sei im höchsten Grade wichtig, daß dieses Heer in

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