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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Vorgänge an der St. Martinsbrücke.

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welchem abermals von dem Einbruch der Kaiserlichen in unser Gebietund dessen Plünderung die Rede war. Obscho» hierüber Beschwerdegeführt worden, sei dennoch keine Genugthuung erfolgt. Auf di eses hin,

' schloß der Inhalt, habe man die Einäscherung der Brücke angeordnet.

Vom Zipperlein geplagt, hatte Fuchs damals in einer Sänfte vonNauders sich eilig Hinwegtransportiren lassen; der Commissarius vonFels war nach Innsbruck verreist; folglich befehligte dort JohannGaudenz v. Wolkensiein, Oberst der Grafschaft Tirol und bei ihm bc-> fand sich der Commissarius Stolburger. Nachdem Ersterer do» Zettel! gelesen, bemerkte er ärgerlich, er habe im Sinne gehabt, die Soldaten,

! welche die Gränzen überschritten, zu bestrafe», und es sei zu diesem

! Behufe bereits die Untersuchung eingeleitet worden, deßhalb hätte inan; auch nicht nöthig gehabt, die Brücke zu verbrennen. Uebrigens werdel Einer den Andern finden. Seine Antwort wollte er nicht unterzeich-nen, da auch Jenatsch seinen Name» nicht auf den Zettel gesezt hatte.

Am 4. Juni gingen die Kapuziner abermals und zwar in Beglei-tung Heinrich Carl's von Schuls, nach Nauders, angeblich, um Weinund Lebensmittel abzuholen, welche ihnen von der Erzherzogin zumGeschenke gemacht worden seien, doch nahmen sie, wie aus dem Spä-tern erhellt, ihre Richtung anders wohin. Zu Nauders trafen sieGolz mit dem Heere und erfuhren auch Mehreres von einem tragbarenStege, der die St. Martinsbrücke ersezen sollte.

Der Herzog von Rohan hatte inzwischen Morbegno am 27. Maiverlassen und war Worms zugezogen, wobei er das Regiment Mon-tauzier, sechs Compagnien des Regiments de Serres und eine Reiter-schwadron Samt Andrs's mit sich »ahm. Leztere wurde» zu Grosseund Sondalo zurückgelassen, wo dann sechs kranke Reiter von denVeltlinern ermordet wurden. Das Regiment Montauzier erhielt Be-fehl von Worms nach Grosse und von da durch Val di Grosse nachLivigno zu marschiren. Das Regiment Serres aber kehrte zum Lagervon Mantello zurück.

Am lezten Tage des Monats Mai begab sich der Herzog vonRohan von Worms in das Unterengadin, kehrte alles Nöthige bezüg-lich der Kriegsführung vor und ging am 2. Juni nach Worms zurück.De» Befehl im Veltlin führte inzwischen Lands, zu Cläven aber Eanisp.

Rohan befahl darauf drei neue Regimenter unter Job. -Iimeon

" Auf den Karle» gewöhnlich Lal Grossina genau»!.