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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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sondern gegenthcils ihre Unterstüzung dazu leihe» würden, — was er 1635,bei Ihrer kaiserlichen Majestät dann zn rühmen wisse» würde.

Die Münsterthaler schwebten in solchem Schrecken, daß sie dieKapuziner bis nach Jmst sandten, auch drei katholische Boten, Luzins da^ Bastian, Christoph Traun und Padrutt Groß zum Grafen Jac, Trapp' nach Curburg abordneten, damit er zu ihren Gunsten dazwischentrete,

' was er dann auch versprach, Sie hatten auch eine Zusammenkunft mits dem Grafen Job. Gaudenz v, Wolkenstein, Oberbefehlshaber in der! Grafschaft Tirol, und später mit Golz selbst, zu welchem sie sich miteinem Geschenk an Kälbern und andern Lebensmitteln begaben. Alle! versprachen durchaus ohne Schädigung durchmarschiren zu wollen,

^ Das Schloß Fürstenburg, das dem Bischof von Cur gehört, be-sezte der Oberst Fuchs mit ungefähr sechzig Tirolern und Fortunatv. Wolkenstein, erster Kämmerer zu Innsbruck, nahm hundert ScheffelWeizen und achtzig Scheffel Gerste, welche zu Mals lagerten und eben-falls dem Bischof gehörten, zum Unterhalt der Truppen in Beschlag,i An dem nämlichen Tage wo Golz'ens Schreiben nach Cur gelangte,es war Corpus Domini und der 7. Juni, rückte das kaiserliche Volkim Münsterthale ein. Es zählte sieben Schwadronen Reiterei unterdem Befehl Horich's, dessen Oberstlieutenant Heinrich v. Kieffenbergwar; ferner zwei Schwadronen des Grafen Egon von Fürstenberg,die der Hauptmann Wilhelm commandirte. Acht Schwadronen Dra-goner standen unter Michael d'Ejpagne, einem Franzosen, dessenOberstlieutenant Alexander Colani, ein Schotte, Sergentmajor aberJean Coste la Borde, ebenfalls ein Franzose war. Vier Schwadronendes Herzogs v. Bayern wurde» von dessen Major befehligt und die-jenige des Obersten Herrera durch Andreas de Anaja,

Von den Fußtrnppen zählte das Regiment des Obersten Golzneun Compagnien mit zweitausend, dasjenige des Grafen Thun vonTrient zehn Compagnien mit vierzehnhundert Mann; Joh, ThomasBrifighelli's vier Compagnien waren sechshundert stark; fünf Com-pagnien Barth. Herrera's de Barieutes die nämliche Zahl; GeorgEnon's, eines Engländers, der vorher mit Baldiron und Robnstelloin den Bünden und dem Veltlin gewesen war, vier Compagnienebensoviel. Vom Heere der katholischen Liga befanden sich hier sechshundert Auserlesene aus den Regimentern Wolfgang Johann's v,Salis und Snetter's, wozu noch vierundvierzig aus dem SalzburgerRegiment kamen. Dieses Eliteucorps wurde von Hauptmann Os-