Auf das kaiserliche Schreiben.
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Kaiser diese Antwort nicht ungnädig aufnehme» und nichts thu» möge, 1635welches die Bündner zwänge, über Unrecht und GewaltthätigkeitenKlage zu führen. 2»> Uebrigen verblieben sie Ihrer kaiserlichen Ma-schäl gegenüber in Allem was selbe in Recht und Ehren fordern dürft,stets zu allen Diensten nnd namentlich zur Beobachtung der alten, mitdem durchlauchtigsten Hause Oesterreich eingegangenen Erbeinigung,in welcher die bündnerischen Unterthanenlande ebenfalls begriffenwären, in allen Treuen bereit und versähen sich von Seite der Erz-herzogin durchaus des Nämliche».
Als jedoch die Unsrigen vom Passe des Umbrail zurückgedrängt,bis in das Engadin kamen und der Herzog von Roha» selbst, wiebereits bemerkt wurde, das Vcltlin verließ, um nach Cläven zu gehenund zu allem diesen noch das, übrigens unbegründete, Gerücht über eindem St. Luziensteige sich näherndes zahlreiches kaiserliches Heer auf-tauchte ", begann sowohl der bündnerische Rath, als die Bevölkerung,ängstlich zu werden.
Inzwischen blieben die spanischen und österreichischen Agenten nichtmüßig. Zu Nauders befand sich der Commiffarius von Fels, welchermit Joh. Victor Travers, dem österreichischen Landvogt im Prättigauin enger freundschaftlicher Verbindung stand. Zu Feldkirch waren dererzherzogliche Hofkanzler Joh. Lintner und der Spanier Antonio dePorrez, Generalzahlmeister" im Herzogthum Mailand und der eigent-liche Heerd und Hauptanstifter der Veltliner Rebellion, welcher jeztauch im Verein mit dem Marchese Bedmar den im Anfange sich sträu-benden Herzog von Feria zu dieser Gewaltthat" verleitet oder wenig-stens dem kaiserlichen Kriegsvolke Geld ausbezahlt hatte.
Auf dem Beitage zu Cur, der am 20. Juni stattfand, wurdenverschiedene Ansichten laut. Einige trugen darauf an, nach Innsbruckzu schicken nnd sich über den Einbruch zu beschweren. Andere schlugenwieder Anderes vor. Mehrere wollten ohne Vorwiffen der französischenGesandten durchaus nichts thun. Endlich als die Versammlung bei-nahe schon aufgelöst war, brachten es einige dahin, daß man beschloß,einen Gesandten zu Lintner und Porrez zu senden, die sich gerade zuFeldkirch befanden. Ueber die Wahl des Boten war man lange nicht
" Rohan Mvm. 166.
" Oontaüor, ut vocnnt, generalis. Orig.
" Unsres faeinora im Orig. Wahrscheinlich meint Sprecher denEinbruch in daS Münsterthal.