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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Auftrag Georg Schorsch's »ach Feldkirch.

1635 . einig. Endlich sollte Hanptmanu Georg Schorsch von Splügen gehen,welcher eine für den französischen Dienst angeworbene Compagnie imRegiment Florin commandirte, suchte sich aber mit vielen Worten zuentschuldigen und gab sich den Anschein, als weigerte er sich, bis erdem ernstlichen Befehle dazu sich unterwarf.

Was er zu bestelle» hatte, war, wie gebräuchlich, schriftlich und indeutscher Sprache abgefaßt und lautete dahin, daß die Büudner im höch-sten Grade erstaunt wären, wie troz der neulich abgegebenen Versiche-rungen, kaiserliches Volk aus der Grafschaft Tirol in das Münsterthaleingebrochen sei und dasselbe unter Veriibung aller mögliche» Schand-thaten verwüstet und die Unsern von Worms vertrieben hätte. Dasfranzösische Heer sei lediglich kraft des Bündnisses zur Wiedereroberungunserer Unterthanenlande und zur Vertheidigung der Bünde da undhabe auch decen Grenzen nicht überschritten. Sie möchten deßhalbdiese Feindseligkeiten einstellen und einen chrenwerthen Frieden auflojale Weise abschließen.

Diese Jnstruction wurde, damit Porrez persönlich sie verstehenkönne, von Fortnnat v. Juvalt in das italienische nbersezt. Schorschselbst schrieb dann am 22. Juni eine» italienische» Brief an Porrez,dessen Eingang lautete: „Uo latto relatione clell'opevato coKti, glliiicksresssti si manäsrö una o piü psrsons lkliite von plenipotoura."D. h. er habe zu Hause mitgetheilt, was in der Sache gethan wordensei und man werde dann eine oder mehrere bevollmächtigte Personenschicken. Diese sollten Dienstags in der Frühe, wenn das Thor ge-öffnet würde, in Feldkirch eintreffen. Dann würde der Bürgermeistervon Navensbnrg (Andreas Hcyrans von Homburg, dessen Porrez alseines deutschen Dollmetschers sich bediente) außerhalb der Stadt imHause Papp's, Joh. Lintner's Schwiegersohn, sich einfiuden, wo dieZusammenkunft stattfinden könnte.

Dieser Brief Georg Schorsch's wurde dem Oberstlieutenant Diet-rich Enderlin eingehändigt, der einen einfältigen Mann von Maien-feld, Stephan Schaz, damit nach Feldkirch sandte, ihm übrigens dieAngelegenheit gehörig einschärfte und sich von ihm die sorgfältige Ab-gabe des Schreibens eidlich versprechen ließ. Dabei bemerkte er ihm,er werde zu Feldkirch in der Herberge zum schwarzen Adler italienischeKaufleute finden, denen er das Schreibe» zu übergeben habe. Jenerritt darauf nach Feldkirch, erkundigte sich im schwarzen Adler nachden italienischen Handelsleuten, erhielt jedoch die Antwort, daß nur