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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Gegenseitige Streifzüge.

1 «>»',. Lesegeld loszukaufen, ebenfalls einen Trompeter gesandt und es wur-den auch Verschiedene gegen Andere ausgewechselt.

Einzelne Soldaten aus dem französischen Heere streiften bis zumnächsten Dorfe Täufers (in der Grafschaft Tirol) hinaus, das sie wiedie andern Ortschaften von alten Bewohnern verlassen fanden, undvon wo sie mit fünfzehn Stücke» Hornvieh zurückkehrten. Es be-schossen die Oestcrreicher sie zwar mit Feldstücken von dem benach-barten Schlosse Rotnnd aus, trafen aber Niemand. Der Herzog harteübrigens diesen ohne Erlaubniß auf Streifzüge ausgegangenen Sol-daten sehr strengen Befehl gegeben, wieder zurückzukehren.

Montags den 23. Juli kehrte Nohan mit den Franzosen und demSolothurncr Regiment über den Umbrail nach Worms zurück, ließdas dortige Bad besser befestigen und den Hauptmann Boisy mit einerBesazung zurück. Dann ging er wieder »ach Tirano.

Lands hingegen zog mit dem Zürcher Regiment und den Bündnernin das Engadin. Gleich nachdem die Frrnzosen das Müusterthal ver-lassen hatten, kamen vierzehn kaiserliche Reiter auf Kundschaft bisSanta Maria, kehrten jedoch bald darauf wieder zurück, und über-schritten lange Zeit die Grenze nicht mehr.

Vorher schon, nämlich Mittwochs den 18. Juli, waren ebenfallsauf Kundschaft zwölf Spanier auf einer Jacht in den See von Mez-zola gekommen. Die Unsrigen verfolgten sie auf zwei bereit liegendenSchiffen und brachten sie dergestalt in's Gedränge, daß sie nicht mehrüber den See zu den Ihrigen zurückkehren konnten, und deßhalb dasSchiff gegen eine Berghöhe hin lenkten, wo sie von ihren Leuten,deren Einige oberhalb Pozzo Madrone postirt waren, aufgenommenund unterstüzt wurden. Doch verbrannten sie vorher noch die Jacht,damit sie uns nicht zu Nuzen käme. Bei dieser Gelegenheit wurdeein Gemeiner aus der Compagnie Rudolfs Andreas v. Salis amSchenkel verwundet.^

Ambrofius Planta hatte durch drei Eidgenosse» anS seiner Mann-schaft, einem Wachtposten seiner Compagnie bei Archetto, den Wochcn-sold geschickt. Die drei Boten ginge» aber mit ihrem Kahne bei derKapelle Sän Fidele z» den Spaniern über. Als die Unsern sie in zweiSchiffen verfolgten, erhielt der gedachte Gemeine aus der CompagnieRudolfe Andreas v. Salis die obcrwäbnte Berlezung. Der Kahn wurdevon den Spaniern in Stücke zerschlagen.

Zusaz des Berf.