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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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und mit Venedig.

1637 . Später, im Jahre 1634, wurde der Oberst Jenatsch heimlich »achVenedig geschickt, um sich darüber zu beschwere», daß das Vcltlin nochnicht zurückgegeben und den Rath des Senats sich zu erbitten. Dochbeschränkte sich derselbe einzig darauf, daß die Bündner von Frank-reich sich nicht trenne» sollte». ^ Joh. Victor Travcrs, Landvogt vonCastels, unterhandelte ebenfalls mit Vorwissen mehrerer Bündnermit den Oesterreichcrn über eine Aenderung am Jnnsbrucker Tractatund Abdankung der Franzosen. Der Graf Luigi Trotti, dermaligerCommandant zn Como, welcher im Jahre 1627 Namens des KönigSvon Spanien, der Schleifung der Forts im Veltlin beiwohnte, gabjezt zu, ebenfalls schon damals mit Jac. Rninella und Georg Jenatschein Freundschaftsbündniß mit Spanien besprochen zu haben. BeiGelegenheit wo Jenatsch im Jahre 1634 von Venedig zurückkehrte,war er auch nach Mailand gegangen, wohin Attio Besta aus demVeltlin ebenfalls gekommen war und unterhandelte in größter Stilleund Heimlichkeit mit dem Vieestatthalter Lelio Brancatio und AntonioPorres über eine Versöhnung zwischen Bündner» und Veltlinern, so-wie einem Bündniß mit Spanien. Aber Porres und die Veltlinerwollten damals ihre Einwilligung noch nicht geben, daß die Justiz-verwaltung in den Händen der Bündner verbliebe.

Die drei Decane der evangelischen Synode, Luzius Gabriel,Georg Namens seines Vaters Stephan Saluz und Magister Hart-mann Schwarz erließen unterm 17. März 1637 über die gleiche An-gelegenheit ein Schreiben an die evangelischen Geistlichen im obernund Zehngerichtenbundc.

Um übrigens auf die Jnnsbrucker Gesandten wieder zurückzukom-men, so berichteten dieselbe» dem Herzog von Roha» das Nämliche,was schon Jenatsch ihm gesagt hatte. Die Oesterreicher wüßten nicbtwas sie thun sollten und begnügten sich mit leeren Worten. DieSpanier hätten geäußert, die beste Gelegenheit, um eine Unterhand-lung anzuknüpfen, wäre die, wenn die Bündner den Franzosen irgendeine Schanze oder ein Fort zn entreiße» vermochten, — ein Ansinnen,welches sie, die Gesandten, gänzlich von der Hand gewiesen hätten.

Als Jenatsch auf dem Heimwege nach Villisur kam und voneinem Bauer über die Sache gefragt wurde, gab er die Antwort:

" Vom Standpunkic der venetianischen Politik aus, wohl richtig,nicht aber der büiidnerischen.

" Vielleicht aus dem Veltlin. wo er bei Nohan gewesen war.