Kapitulation mit dem Herzog von Rohan. 225
Zu Feldkirch war Carl Colonna, Freiherr v. Fels, einer der Ober- 1637.sten in der Grafschaft Tirol, mit dem Oberstlieutenant Friedrich Hut-mann angelangt, um mehr in der Nähe der Bündner zu sein und dieErzherzogin von Allem benachrichtigen zu könne». Am 24. Märzginge» an sie ab Johann Victor Travers, Landvogt zu Castels, undOberst Jeuatsch, worauf sieben Wagen Munition, welche von denSpaniern bezahlt wurde, von Feldkirch nach Cuc kamen. Ueberdießstanden auf dem Marktplaze zu Feldkirch vierzehn Feldstücke bereit undHauptmann Vögeli rückte mit ungefähr zweihundert Bregenzern bisBalzcrs vor.
Alle bündnerischen Fähnlein sammelten sich in den vier Dörfer»,einzig die Unter- und Oberengadiner und Puschlaver wurden zur Hutihrer Pässe, damit die Franzosen sich derselben nicht bedienen und vondort her kommen konnten bestellt. Den nämlichen Auftrag hattendie Bregeller und Rheinwalder. Die vom Schanfigg rührte» sichohnedieß nicht von Hause. Die gedachten sechs bündnerischen Regi-menter zählten ungefähr dreizehnhundert Mann; die Fähnlein derGerichte zweitausend. In der Schanze lagen tausend Zürcher, Fran-zosen oder von der Mannschaft Stuppa's.
Am 18. März wurde dem Oberst Salis geschrieben, er solle dasSchloß zu Eläven im Namen der Bündner besezt halten und keinemFranzosen den Zugang gestatten.
Sonntags den 22. März langten von Zürich die AbgesandtenJoh. Heinrich Wirz aus Ucrikon und Joh. Rudolf Rhan von Glarus,
Jacob Feldmann und Hauptmann Joh. Jacob Brunner an.
An diesem nämlichen Sonntag und Montag hielten der Herzogvon Rohan, Samt Simon und der Oberst Schmid eine zweimaligeUnterredung mit den drei Häuptern und den Oberste» Florin, Guterund Stephan Thys auf offenem Felde. Auch die eidgenössischen Ge-sandten nahmen an den Verhandlungen Theil und Donnerstags den26. März kam endlich das Einverständniß zu Stande. ^
62 Sie hielten, wie natürlich, noch das Veitlin besezt.
66 Bevor der Bearbeiter den Wortlaut dieses in Nohan's BriefenII. 3°<3 in italienischer Sprache abgedruckten Vertrags gibt, mag Fol-gendes (M«m. 378 u. ffig.) noch vorausgehen.
Seine Lage ernstlich erwägend, konnte der Herzog von Noba» langeZeit keine» Ausweg aus dem Labyrinth sehen, in welchen ihn die Ver-hältnisse gebracht hatten. Er befand sich in einem Fort, das an Allem