Relation des Herzogs von Rohan.
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Unterthanenlande zn sezen, werde er mir froh sein, daß sie jezt zu-frieden gestellt wären. Auch verspräche ich mir seine Einwilligung inihre Wünsche, möchte aber doch seinen Befehl erwarten, bevor ich ir-gend eine Verfügung träfe. Von diesem Vcrschub wollten sie aber nichtswissen, indem sie zweifelsohne einen Umschlag in der Stimmung desbündnerischen Volkes befürchteten. Die Haupturheber dieser ganzenVewegnug ließen Kriegsvorräthe nach Maienfeld kommen und dieHülfstruppen bis an den Steig sich nähern, es noch vorziehend, ihreigenes Sand preis zu geben, als ihren Plan aufzugeben.
Die Boten der Orte Zürich und Glarus vermochten nicht einmal«inen Verschub bis zu dem Tage in Baden zu erlangen, der schon invier Tagen abgehalten werden sollte, so daß sie es für zweckmäßigfanden/daß ich, um das Land nicht zu gefährden, die eigenen Truppe»im Veltlin zn retten und um den Krieg nicht in die Nachbarschaft znziehen, ihrem Verlangen nachgäbe.
Anderseits befand ich selbst mich in der größten Verlegenheit.Wies ich nämlich den durch die eidgenössischen Boten mir gegebenenRath zurück und wurde solcher durch die Tagsazung zu Baden dennochgebilligt, so konnte ich in der Nheinschanze an keinen Widerstanddenken, weil die Eidgenossen Herren des Plazes waren. Nahm ichaber ihren Vorschlag an, so fürchtete ich mit Recht Tadel, weil ich vorEmpfang der Ordre Ihrer Majestät zn diesem Vergleiche mich herbei-gelassen hatte. Anderseits zog ich ebenso wohl in Betracht, wie sehrein Bruch mit den Vündner» dem königlichen Dienste schaden mußte,weil die Kaiserlichen sie sehr leicht zu unterjoche» vermochten, sobaldsie einmal mit Frankreich verfeindet waren. Auch verkannte ich dieVortheile für Ihre Majestät keinen Augenblick, nämlich den RuhmIhre Freunde und Bundsgenossen wieder in den Besiz ihrer rebellischenUnterthanenlande gesezt und ihre Feinde gezwungen zu haben, zu einerErstattung des Veltlins und der beiden Grafschaften, welcher sie sichanfangs so widersezt hatten, nnnmekr Hand zu bieten. Ferner dieAbnahme der Unkosten, welche dem Könige zur Erhaltung des in denBünden Erworbenen täglich erwuchsen. Mit den nun verfügbar ge-wordenen Truppen aus den Bünden konnte man um so mehr dieübrigen Armeen verstärken, als so lange der St. Gotthard offenstand, an eine Verhinderung des Durchpasses der Kaiserlichen narbItalien doch nicht zu denken war. Für die Zukunft mußten aber diefünf katholischen Orte sich tractablcr zeigen, weil die Spanier, ihrer
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