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Besezung der Rheinschanze und der
I6ä7. Mai vorder, Riva di Mezzvla von den Franzosen den Änndnern über-geben worden war. Hauptmann Carl v. Salis, welcher in Abwesen-heit des Obersten Ulysses von Salis, der, um von dem Herzog vonRohan Abschied zu nehmen, sich entfernt hatte, mit dem Kommando
Um dem Herzog aber einen Verwand zn leihen, in das Veltlin z» kom-men, ebne den Verdacht der Bündner rege zn machen, schrieb ihm derHerr de Lcegues, die ganze Armee halte ihn für einen Gefangenen »ndweigere sich, seine Befehle anzuerkennen. Da er selbst (Lecqnes) nicht dieMacht bcsize, dieselben in Ausführung z» bringen und selbst Grund habezn befürchten, daß große Unordnungen, sogar Raub und Brand im Landevorkommen konnten, kalte er es durchaus für nothwendig, daß der Herzogsich die Müde nehme, selbst i» das Veltlin zn kommen, um die Auf-regung daselbst zn stillen und den mit den Bündncr» geschlossenen Ver-trag in Ausführung zn bringe».
Vcrigny rcisle darauf »ach Cnr ab, wobei er sich dabin äußerte, eshabe nicht den Anschein, als würde die Sache in dieser Weiss ei» Eudefinden. Alles sei so gut im Stande, daß wenn der Herzog seinen Be-richt empiange» habe, er ohne Zweifel keinen Augenblick anstehen werde,eine» andern Entschluß darüber zu fassen.
Nach Ankunft Verlgny's aber verwarf der Herzog aste diese Vor-schläge als eitel und nichtig und sandte am br. April Herr» dc Saint-Simon mit nachfolgendem Briefe zu Herrn de LecgneS.
„Durch den zurückgekehrten Verigny erfuhr ich, daß Sie auf denArgwohn hin, daß ich nicht frei sei, nud daß man mir Befehle ab-nöthigcn konnte, welche für dc» Dienst des Königs von Nachtheil wären,meiner Ordre nicht zu gehorchen gedenken. Ich habe deßhalb Herrn deSaint-Simon, der während der ganzen Angelegenheit stets in meinerNabe war, ersucht, Ihnen diese Zweifel zu benehme». Nichtig ist eswobl, daß die Bündncr höflicher und überhaupt in anderer Form, dieRestitution des Vcltlins und der beiden Grafschaften hätten bewerk-stelligen können. Da ich jedoch wußte, daß der Wille Ihrer Majestät»nr dahin geht, Jene in den Wiederbesiz deS Ihrigen zn sezeu, ließ ichmich gern zn diesem Tractat herbei, und sende Ihnen bicmik eine Ab-schrift davon. Ich ersuche Sie denselben genau auszuführen, der Or-donnanz gemäß, die ich ebenfalls beilege. Auch wird dieselbe Jbnenbei Ihrer Majestät als Ausweis dienen, obschon ich überzeugt bin, daßSie Derselben gar keinen angenebmereu Dienst zu leisten im Standesind. Der König wird für jczl und die Zukunft eine enorme Ausgabelos und kann mit seinem bundnerischem Heere, das ihm vier zn gar nichtsnüze ist, seitdem der Gottbardspaß den Spaniern und Kaiserlichen offenstcbt, seine übrigen Truppen verstärke» Wen» icb znr Exegnirnng desVertrages nickt in'S Beltlin komme, geschieht es deßhalb, weil ich glaubehier insofern nnzlicher zu sein, als ich für den Dnrebpaß der königliche-.