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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Tagsazuug zu Baden.

1667. Am 7. Mai fand eine Tagsazuug zu Bade» iu der Eidgcitchseu-schaft statt. Die Bünduer zeigte» derselbe» die Restitution der Untcr-thanenlande und der politischen wie der kirchlichen Freiheit an und

der Truppen z» beginne»; geschäbe es nicht, so protestire er in dessenNanicn gegen de» Verlurst des Heeres und der Ehre Frankreichs indieser Angelegenheit, sowie gegen Alles, was vorfallen könnte, indem soschnurslraks gegen den Wille» des Königs gehandelt würde.

Lecques antwortete hierauf, er könne sich nicht denken, daß der Königeinen Vertrag solcher Art billigen würde. Wenn auch Ihre Majestät dieAbsicht gehabt habe, Ihre Truppen aus diesem Lande hinwcgznzieben,wie der Herzog ihm bemerke, so könne dieß dennoch heule, nachdem dieDinge so weit gediehen wären, nicht mehr ohne ewige Schmach geschehen.Dieß müsse um so mcbr dem Willen Ihrer Majestät widerstreiten, alsgar keine Notbwendigkcit dazu vorliege, denn das Heer und die Fortsbefänden sich in einem solchen Stande, daß man die Macht nicht zufürchten brauche, welche sie bedrohe.

Darauf zeigte er ihm Alles, die Arbeiten, die Magazine und dieStärke der Truppen, sowie den trefflichen Willen, den jeder Einzelnefür einen solchen außerordentlichen Entschluß zeigte. Dabei erklärte er,lieber Vorwürfe zu ertragen und unter Bethätigung der Liebe, die erseinem König und seine», Vaterland schuldig sei, zu Grunde z» geben,als durch blinden Gehorsam in dieser Weise zu fehlen. Um aber nichteigensinnig zu scheinen und Nichts auf das Spiel zu sezen, wolle erHerrn de Kaillan, Major in seinem Regimeute und Herrn Bonrgnignon,Gencralcominissär der Armee, alle Beide königliche Beamte, zum Herzogsenden und wenn Leztcrer denselben schriftlich beweisen könne, daß es derWille des Königs sei, wenn die Armee das Veltlin verlasse und die feste»Pläze den Büudnern übergebe, so werde er gehorchen, sonst aber in keinerWeise.

Inzwischen erschien Vcrigny abermals, — von Seite des Herzogsan Herr» de Lecques mit einem Briefe vom 11. April und folgendenInhalts abgesandt.

„Seit der Abreise des Herrn de Samt-Simon, langte Jsaac an undüberbrachte mir eine Depesche des Königs, in welcher Lezterer mir be-fielst!, den Abmarsch seiner Truppen im Veltlin zu beschleunigen, damiter dieselben anderweitig verwenden könne, — unter Billigung alles dessen,was ich mit den Vünduern verhandelt hätte. Aus diesem Grunde sendeich Verignt) von Neuem, um Sie inständigst zu bitten, in Gemäßbeitdes königlichen Willens, die Kavallerie am 15. oder 16. dieses Monatsund später dann das Fußvolk, in der von mir bezeichneten Ordnungansbrechen zu lassen. Wie Sie aus dem hier beigelegten Briefe ersehen,verspricht der Straf Serbelloni sich zurückzuziehen, sobald Sie den TagdeS Aufbrnchs für die Truppen bestimmt baben werden. Ich vcrspieehc