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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Die 'önndner bitte» Feinden den

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baten, daß man weder Paß noch Truppen und Hülfe gegen die Bündner 1637.bewilligen möchte.

Die Eidgenossen antworteten am 9. Mai in dem Sinne, daß wennwir wirklich die alte Freiheit in politischen und religiösen Dingen, in

nur in dieser für den König so wichtigen Angelegenheit alle nöthigeSorgfalt von Ihrer Seite."

Auch Angesichts dieses Briefes, verblieb Herr de Lecqnes bei seinemersten Entschlüsse, indem er Alles für verdächtig hielt, was von Seitedes Herzogs kam. Er versprach dem Herrn de Saink-Simon »ener-dinqs, daß wenn der Herzog den gedachten Herr» Gaillan »nd Bonr-gnignon die ibn, gesandten Besehle schriftlich vorwiese, er zn gehorche»nicht säumen werde, denn sein Wunsch sei, dem Könige zn dienen undnicht dessen Willen entgegenzuhandeln.

Als die Abgedachte» nach Cnr kamen, zeigte ihnen der Herzog einenArtikel, mit welchem die ibm von Seite Ihrer Majestät gesandte In-struktion in nachsvlgcnden Worten schloß: „Wenn cS kein anderes Mittelgibt, um diele Angelegenheit wieder gut zn mache» oder milder z» ge-stalten, so wird der gedachte Herzog dahin unterhandeln, daß es ihmgestattet werde, die königliche» Truppen ant der gewöhnlichen Etappen-straße, wie solche nach dem seiner Zeit erhaltenen Avis des Herzogs, derHerr Meliand anweisen wird, durch die Eidgenossenschaft wegzuführen."Gegeben zu St. Germai» am 30. März 1637.

Diesem fügte der Herzog hinzu, daß er kein anderes Mittel kenne,»m die Sache beizulegen, auch auf die Einwendungen Herrn de Lecgueskein Gewicht legen könne, weil im Tirol ein mächtiges kaiserliches Heerstehe und außerdem Gallas in der Nabe von Linda» mit ansehnlichenStreitkrästen liege, welche zum nämlichen Zwecke im Vorrücken begriffenwäre». Wohl möchte dieses das Mittel sein, mit Ehren zn Grunde zngehe», nicht aber die Armee zn retten und die Allianz mir den Bündner»zn erhalten, woran dem Könige mehr als an Allem übrigen liege. Gegen-theils hieße so etwas das Veltli» und die Bünde recht eiacnilicb unter dieHerrschaft Spaniens bringen, das biedurch Verwand erhielte, mit bewaff-neter Hand einzurücken, um, wen» es einmal sich seltgesezt hätte, dasLand nicht so leicht wieder zu »erlassen.

Alles dieß wurde sammt einer Abschrift des erwähnten Artikels demHerrn de Leegnes zugesandt. Auch tag das nachfolgende Schreiben vom16. April, Seilens des HerzogS bei.

„Durch die Herrn de Saint Simon »nd Kaillan wurde mir Kennt-niß von Ihrem Entschlüsse, mir bezüglich des Nnfbrnches der TruppenGehorsam zn teilten. Ich bitte Sie, mir Klaube» zn schenken, wennich Ihnen sage, daß Sie dem Könige keinen besseren und angenehmerenDienst leisten können, als damit schnell anzufangen und All dasjenigean beseitigen, was irgend welche Hindernisse bringen könnte. Ich werde