256
Paß gegen sie zu schließen.
Ist.37. Beobachtung der alten Bündnisse und im Wiederbesize der Unter-tbanenlande genößen und die Beste» daselbst mit unsern eigenenTruppen besezt hielten, sie nicht nur keinen Durchpaß zum Schadender Bünde gestatten 'rollten, sondern gegentheils denjenigen Wider-
dafür Sorge tragen, daß die Bündner sofort dem Oberst Salis schreibe»,damit er zwischen Ihnen und dem Grafen Serbelloni dasjenige vermittle,was die gegenseitige Sicherheit der französischen und spanischen Armeeerheischt. Ich beschwöre Sie nochmals nm Gotteswillen, von, neun-zehnten dieses Monats an mit dem Ausbrnch der Reiterei zn beginnen,anwnst Sie mein Leben und meine Freiheit a»f daS Spiel sezen,den» ick habe meine Ebre und mein Wort dafür verpfändet. Nachdemich Herrn Gaillan das Original der königlichen Instruktion, zufolgewelcher ich die Truppe» aus dem Bcltlin zurückziehen und durch dieEidgenossenschaft »ach Frankreich führe» soll,' gezeigt habe, würden Sieim entgegcngesczte» Falte gegen den Misten Ihrer Majestät handeln.Ich sende Ihnen die Marschordunng, wie auch Briete für die Cvrps-commandanten beider Truppengattungen, um jede Schwierigkeit zu hebe».Sie erhalten gleichfalls die Ordre das Tastest zn Gross», gleichzeitig mitdemjenigen von Sondrio, den Bündner» zn übergeben, den» ich kaltedafür. eS lohne nicht die Mühe, dasselbe bis zn Ende besezt zn ballen,da ick von Seite der Kaiserlichen nichts besorge nnd Mantello und Rivagenügen werden. Nochmals bitte ick Sie, mich dadurch zu verpflichren.daß keine Zogernng eintritt. Morgen sende ich Herr» de Prioleau nachHof, nm den König von dem Abzug seiner Truppe» zu unterrichten nnddamit wir an der französischen Grenze eine MonatSlöbnung finden, sowieden königlichen Befehl, was für die Zukunft zn geschehe» hat. HerrPrioleau wird nicht unterlassen, Ihnen am Hofe zn dienen, wie er cSauch früber schon gethan hat. Ick hoffe übrigens, daß wir IhrerMajestät an andern Orten nüzlicker sein werde», als hier."
Nach reiflicher Ncberlegnng aller dieser Umstände, hielten eS endlichHerr de Leeqnes und die Hanptfnhrer des Heeres, die er berathend bei-zog, für nicht mehr am Plaze, gegen den Befehl des Herzogs Einwen-dungen z» erheben. — namentlich irr Betrackt, daß keinerlei königlicheBereble in cntgegengeseztem Sinne vorlägen, so wenig wie ein Zeugniß,daß mau am Hofe über die Handlungsweise des Herzogs Mißtrauenhege, indem gegentheils die königlichen Depeschen und OrdrcS ihm wiefrüher zugesandt würden, derselbe gegenwärtig mit der ganzen Sacheallein betraut war nnd allein auch für die Folgen verantwortlich blieb.Selbst Herr de la Thuilleric, welchem de Leques alles dieß mit der Bitte»m seinen Rath mittheilte, fand eS unangemessen, dem Herzog gegen-über länger» Widerstand zn leisten, da dessen Befehl, mit demjenigenIhrer Ma>estät übereinstimme. Diese seine Ansicht sprach Herr de laThuillerie in einem Briefe, den er von Venedig am 25. Mai ^1637 anden Herrn de Lecgnes richtete, in folgenden Worten anS. ,