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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bündnerische Gesandten nach Mailand. 261

zu Mantello und Riva geschleift würden, bevor das Einverständniß >637.mit Spanien zu vollkommenem Abschluß gediehen wäre.

Am 9. Mai vorher war das Regiment Rosenroll nach Mantelloin das Veltlin, Montags den 18. Mai dann das Regiment Jenatschnach Cläven gekommen, Donnerstags den 21. gingen David Tscharner,Friedrich v. Salis und Johann Casparis mit ihren Compagnien nachTirano und Grosso, wo auch die Compagnie Lossio zurückblieb.

Montags den 25. Mai reisten die Lnndnerischen Boten, JohannGaudenz Schund, Landrichter des obern Bundes, die Obersten Joh.Simeon Florin, Georg Jenatsch und Joh. Peter Guter, HauptmannAlbertini und Namens des Bischofs von Cur der Doctor BernhardGaudenz, Domcnstos, — über Cläven nach Mailand. Bei ihnen be-fand sich der Spanier Don Nicolans Cid. Da jedoch die Spanierkeinen Pfennig mehr bezahlen wollten, wenn nicht vorher die Bestenzu Mantello und Riva geschleift und deren Kriegsvorräthe nach Clävengeführt würden, so fand noch vor Eintritt der bündnerische» Boten indas Heczogthum Mailand, die Demolirung jener beiden festen Werkestatt. Das spanische Heer (in Abwesenheit des »ach Spanien verreistenGrase» Johann Serbelloni eommandirte Don Martin de Arragoniadasselbe) schlug sein Lager bei Colico auf, doch mochte es nicht überviertausend Mann zählen.

Auch die Veltliner sandten gleichermaßen ihre Boten, den PhysikerGiacomo Venosta, Andrea Carbonera und Pietro Paolo Paravicini;die Clävner Giov. Batt. Pestalozzi, ThaLdeo de Thaddeis und PaoloBeecaria nach Mailand.

Freitags den 29. Mai folgte ihnen gleichfalls dahin Georg Wiezcl,der zu Innsbruck gewesen war. Am 2. Juni kehrte dann OberstMolina, mit einer goldenen Kette beschenkt, wieder zurück. DiejenigenPunkte seiner Jnstruction, welche er nicht selbst hatte erledige» können,wurden von den übrigen Boten übernommen.

Mittwochs, den 16. Juni darauf, langte von Innsbruck her unddurch die Bünde Don Federigo Henriquez, mit dem zu Innsbruckseiner Zeit Verhandlungen stattgehabt hatten, in Mailand an, undsein Secretär begab sich mit den bündnerische» Boten nach Alessandriazum Marqnese Leganez, und als man ihn da nicht traf, bis in dasLager bei Asthi.

Am 19. und 2fl. Juni kam zu Samadcn im Oberengadni dieSynode der evangelischen Prediger zusammen. Hier suchten die-