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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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262 Bündniß mit Spanien vom 5. Juli 1637.

11-37. jenigen Geistlichen, welche der Förderung des spanischen Jnreressesangeklagt wurden, bestmöglichst damit sich zu entschuldigen, sie hättenvon dem Anschlag erst drei Tage vor seiner Ausführung Kunde er-halten, aber es nicht für gerathen gehalten, dagegen aufzutreten, daihnen ja durch Eidschwur Stillschweigen auferlegt worden sei. DieseGeistlichen waren Stephan Gabriel mit seinen beiden Söhnen Luziusund Fortunat, Georg Saluz, Hartmann Schwarz, Jacob Anton Vul-pius und die Brüder Jacob Andreas und Johann Gujan. Saluz undVulpius erschienen nicht vor der Synode, indem sie wegen Unpäßlich-keit sich schriftlich entschuldigten.

Nachdem die bündnerischen Boten einige Tage lang zu Mailandsich aufgehalten hatten, wo sie mit mehreren prächtigen Gastmählernvon Seite des Marquese Leganez und Don Philipp de Sylva be-wirthet wurden, ging der Marquese in das Lager, die Boten abernach Alessaudria. Mit ihnen traten dort der Senator Balthasar Lam-bertiniDoctor Francesco Maria Casnedo und hauptsächlich Nicol.Cid in Unterhandlungen ein.

Wahrend die Bote» noch zu Mailand sich befanden, kam Auftragsdes Abtes von Disentis ein Mönch des Klosters dahin und protesiirtegegen die Gültigkeit aller Verhandlungen mit dem grauen Bunde,sofern der Abt selbst nicht mit daran Theil nähme, mit Berufung aufalte Verträge, welche zwischen dem Herzogthum Mailand und der AbteiDisentis bestünden.

Dann wurden die Boten in das Lager berufen, das zwischen Asthiund dem Dorfe Quarto lag. Hier wurde am 5. Juli sowohl dasBündniß mit dem Könige von Spanien abgeschlossen, als auch einigeArtikel mit den Veltlinern festgesezt, deren Boten ebenfalls anwesendwaren. In dem zu Innsbruck stipulirten eventuellen Vertrage warendrei Punkte nicht näher bezeichnet worden, nämlich erstlich bezüglichder Uebung der protestantischen Konfession im Veltlin und den Graf-schaften Worms und Cläve», dann hinsichtlich der in de» Unter-thanenlanden zu unterhaltenden Besazungen und endlich hatte derspanische Gesandte gewünscht, daß die Bündner zu den Syndicator-stellen bei ihren Amtleuten daselbst, wie es zu Lucca und Genua ge-schähe, Auswärtige ernennen möchten. Zwei von diesen Artikeln fanden

i So bei Lehman»; iu meinem Autograph finden sich die leztc»Buchstaben des Namens abgerissen.