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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Der Oberst Jen ätsch nach Innsbruck.

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So ging die öffentliche Rede. Heimlich wurde dem Grafen Biglia >638.und dem Doctor Casnedo ein von den Häuptern sämmtlicher dreiBünde gesegeltes Schreiben übergeben, zu Folge welchem der Aus-schluß der protestantischen Religion aus dem Veltlin und den beidenGrafschaften zugegeben, zugleich aber auch verlangt wurde, daß denBandirten das Recht im Veltlin zu wohnen, auf drei Monate undauch diese Zeit nicht ununterbrochen nacheinander, beschränkt würde.

Die spanischen Agenten sandten dieses Actenstück dem Könige zu, unddasselbe wurde auch den bündnerischen Gesandten mitgetheilt, Lochblieben die Gemeinden und sogar der größere Theil der Räthe darüberganz in Unkenntmß.

Eingangs des Monats Juni stellte der Marquese Leganez durchden Grafen Biglia das Begehren an die Bündner, fünfzehnhundertMann bei ihnen anwerben zu dürfen.

Der bündnerische Rath erwiederte, bis und so lauge das Veltlinnicht zurückerstattet sei, würde das bündnerische Volk dazu schwerlichseine Zustimmung geben. Wollte» die Spanier hingegen diese Mann-schaft im Lande selbst unterhalten, so würde er (der Ratb) es gernbewilligen. Hierauf reiste der Graf Biglia am 24. Juni aus denBünden ab.

AIs im Monat Mai der Oberst Jenatsch, eigener Geschäfte halbernach Innsbruck reiste, hatte er gleichzeitig den Auftrag die Artikelbezüglich der Religionsübung im Unterengadin und den acht Gerichtenmit den bündnerischen Grundgesezen in Einklang zu bringen undzugleich dafür zu sorgen, daß die Anstände mit den Taraspern, der-jenige über die Wahl des Statutrichters und anderes der Art ihreBeseitigung fänden. Er brachte es auch wirklich dahin, daß be-schlossen wurde, bezüglich der Wahl des Richter den politischen Zu-stand wieder herzustellen, wie derselbe vor dem Jahre 1620 herrschteund daß die Erzherzogin zu diesem Behufe Commissarien zu sendenversprach.

Auf dieses hin ordneten die Bündner ihrerseits ab: den Landvogtauf Castels, Joh. Victor Travers, Oberst Georg Jenatsch, LandrichterChristian deFlorin, Landvogt Fortunat v. Juvalt, BundslandammannMeinrad Buol, Hauptmann Ambr. Planta und den OberstlieutenantJohann Tscharner, welche am 9. Juli zu Schuls im Unterengadinanlangten. Dort erschienen Namens der Erzherzogin die Räthe JacobKurz de Turre und Andreas HyrauS von Homburg. Als aber die