Joh. Peter Stampa ermorden. 277
Grotte zu Kulten) mit seinem Hasse, nannte ihn einen französischen jgMSpion und drohte ihm zulezt mit den Worten: „In eo-Nors clvl «ne>ünnxuö" " den Tod.
An dem abgedachte» Tage verpflichtete Jenatsch seinen LieutenantChrist Geer und sechs seiner Leute (wie solche es später selbst einge-standen) durch einen Cidschwur zur Ausführung des Meuchelmordesund sandte einen Knaben zn Stampa, um ihn unter dem Vormunde,er wünsche Wein aus seiner Grotte zu beziehen, dahin zn bestellen.
In Begleitung des Priesters Nicolo Pestalozzi, der eines Trunkes^ halber mitging, kam Stampa in die Grotte, worauf der Knabe mit^ dem Wein weggeschickt wurde. Jezt erschienen die Meuchler, hießeni den Priester sich entfernen und griffen sodann den Unbewaffneten au,
. welcher lange mit einem unter dem Krahnen stehende» Weingefäße sich! vertheidigte und endlich nachdem er zweiundzwanzig Wunden erhalte»j hatte, todt niedersank. Jenatsch begab sich am nämlichen Tage in dasCngadin, die Mörder blieben ungestraft und obgleich Stampa Katholikwar, verweigerte dennoch der Klerus, weil er längere Zeit nicht gebeichtethätte, der Leiche die Bestattung auf dem gewöhnlichen Kirchhofe.
Montags den 2. August kam Don Luigi de Paniza, Commandantder Beste Fuentes nach C>rr und suchte Namens des Marquese Leganezum die Durchpaßbewilligung für das Infanterieregiment Joh. Behr'svon Leer und das Dragonerregiment Pedro's de la Puente nach.
Drei Tage später wurde Seitens der Häupter und des bünd--nerischen Rathes der Durchpaß durch das Münstertbal in das Veltlinbewilligt, doch mit der ausdrücklichen Verwahrung, daß für den Fall,wo den bündnerischen Gesandten in Spanien die zum Besten desLandes zugesagte Entschädigung nicht zu Theil würde, aus dieserErlaubniß keine Präjudiz für die Rechte der Bündner gefolgertwerden dürfe. Das Regiment Behr zog darauf nach Belgien, fünfCompagnie» Dragoner de la Pueute's im Monat October durch dasVeltlin, wohin zur Begleitung derselben Rudolf v. Marmels gesandtwurde. Eine sechste Compagnie uahm später ihren Marsch durch dieStadt Cur.
Im Monat September war aus der Kirche zu Sius im Unter-engadin der Altar weggeschleppt worden, — weßhalb die Kapuzinerallenthalben vielfache Klage erhoben. Am 23. desselben Monats
" Cs wird ihn sein Leben kosten.