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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bericht aus Spanien.

1638. schrieb dann die Erzherzogin Claudia an die Biindner und verlangteeinestheils, daß der Altar wieder hinkomme und anderntheils zurEntscheidung aller Anstände und Zwistigkeiten Boten nach Innsbruckgesandt würden. Die Antwort lautete, man wolle dafür sorgen, daßhinsichtlich der Religion im Engadin die neulich abgeschlossenen Ar-tikel beobachtet würden; Boten zu senden, könne aber vor Ankunftder bündnerischen Gesandten aus Spanien zu Nichts führen.

Eingangs des Monats November tagten die Eidgenossen zuBaden. Die Häupter schrieben an sie und baten, Niemandem zu ihremSchaden den Paß zu bewilligen und die bündnerische Sache sichempfohlen sein zu lassen. Die Antwort vom achten des nämlichenMonats sprach Gewährung aus und mahnte sie zur Eintracht.

Am 13. December langte aus Spanien der Hauptmann HeinrichSprecher, Auftrags der übrigen Gesandten an und brachte den am7. October dort abgeschlossenen Tractat mit, durch welchen die evan-gelische Religion ausgeschlossen, und wie ich früher bemerkte, für dieProtestanten die Befugniß des Aufenthalts beschränkt würde. DieHäupter beobachteten darüber das tiefste Stillschweigen. Sie machtenlediglich bekannt, daß die im Jahre 1621 den Bündnern dnrch denGrafen Serbelloni abgenommenen groben Feldstücke erstattet und wenneines oder das andere davon fehlte, durch gleichartige ersezt werdensollten. Die neuen Festungen am Comersee (diejenige von Fuenteswurde als alt betrachtet und hatte zu bleiben) würden demolirt (alsGegenleistung dafür hätten die bündnerischen Machthaber und Ge-sandten das Schloß zu Cläven und dasjenige zu Sondrio zu schleifenversprochen, — so sagte man sich in der Stille) und der König vonSpanien an die Zahlung der öffentlichen Schuld großmüthig einenBeitrag leisten, Privatpersonen aber Jahrgelder zahlen. Dieser Trac-tat war von Hieronymo Villanueva, Protonotarius von Aragonien,unterzeichnet.

Als am 18. December die weit bekannte Stadt und FestungBreisach in die Hände des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimarfiel, sandte die Erzherzogin Claudia, über ein weiteres Vorgehen des-selben besorgt, am 27. December Carl Colonna, Freiherrn von Fels,nach Eur, ließ die Bündner ihres besten Willens versichern und wiesie die abgeschlossenen Verträge unverlezt zu halten im Sinne habe,auch trug sie ein gegenseitiges Schuzbundniß an. Gleichzeitig ließ siemelden, daß sie an beiden Höfen, dem kaiserlichen und dem spanischen