Jeuatsch's Ermordung.
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Drei Wochen später, Montags den 24. Januar, saßen die Ober- >b99sie» Guler, Jenatsch und Travers mit den Oberstlieutenants Tscharnerund Ambrosius Plauta im Hause Loren; Fausch's, des Pastetenbäckers,das in der Stadt Cur, wenn auch etwas auf der Seite liegt zechendbeisammen. Sie hatten Fiedler und Spielleute zugezogen. Abendsum sechs Uhr wurde Tscharner durch seinen Diener abgerufen. DieUebrigen blieben bis zehn Uhr, wo ungesähr zwanzig Personen, dieMeisten maskirt von Haldenstein anlangten, in die Stadt tratenund auf dieses Haus zuschritten. Zuerst betrat dasselbe Rudolf Planta,Castellan von Tarasp, des Pompejus Sohn, welchen Jenatsch neulichbei der Theilung des Erbes seines Oheims Rudolf, durch Begünstigungund Protegirung der Travers, Erben der Frau des Verstorbenen,aufgebracht hatte, — und Hauptmann Conradin Beli. Sie nähertensich Jenatsch, welcher um wegzugehen schon aufgestanden war, mitVerbeugungen und Planta ergriff dessen Hand. Als Jenatsch denGruß erwiederte, als ob er mit ihm einen Reigen aufführen ^ wollte,erhielt er von Georg Thüringer einen Pistolenschuß in die linkeWange, daß das Blut hinabfloß. Während er, im höchsten Gradeberroffen, einen Kerzeustock ergriff, hieb ihm Bartholome Birtsch, wieThüringer ebenfalls aus Haldenstein, mit umgekehrter Axt, wie maneinen Ochsen schlägt, in den Nacken, so daß er zu Boden stürzte. Dieübrigen Haldensteiner wiederholten die Axthiebe bis zum sechste» undder Kastellan schlug ihn mit einem Fausthammer in die Seite. Hierauflöschte man die Lichter aus. " Zwei Diener Jenatsch hatten sich ineinen Winkel verkrochen. Anwesend war auch Julius Otto, Freiherrvon Ehrenfcls und Herr zu Haldenstein, den Jenatsch privatim be-
schlcdene. „l-s vo> säe krsnce) la vsille «In svue <Ie I» mort äe seniitsol»,llenmnsg in tlolonel lll^s. ile 8ulis, „Quelle nouvelle?" — „chucuue." —„senutseli est mort." Naid Lehman» Beil.o. siel dieses Gespräch sogarvier Tage vor Jeuatsch's wirklichem Tode vor. Man könnte glaube»,Frankreich wäre der That nicht fremd gewesen.
Dasselbe hieß „zum staubigen Hüttli" und lag hinter dem jezigeusog. „alten Gebäude" an einer Stelle, welche jezt der Garten einnimmt.
ii Lersonatae. Original.
16 tzuasi eboreun, ggero volens. Orig. Man vergesse nicht, daß esi» der Fastnacht war und die Neuangekommenen Mäste» trugen, somitrecht wobt Frauen darunter sei» konuten. S. die nachfolgende Note 20.
Daß dieses erst „ach der That geschehen, ist wahrscheinlicher alsdes Freiherr» 'Rudolf v. Salis-Haldenstein Angabe (liätin illustrsta II.
>49 Ilse.), wonach gleich Anfangs die Lichter ausgelöscht wurden.