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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Jenatsch'S Ermordung.

1639. leidigt hatte, wie ihn denn auch die Bewohner der FreiherrschaftHaldenstein, wegen der vor fünf Jahren ihnen mit Gewalt aufgedrun-genen Einquartirung haßten, ferner Hanptmann Carl v. Salis mitzwei Söhnen seiner Bruder Rudolf und Abundius, Beide des NamensHercules, sowie die Andern welche mit Jenatsch gespeist hatte». Allesahen die That mit an. Die Mörder nahmen Jenatsch's Hut undSchwert mit sich.

Am folgenden Tage wurde die Leiche mit kriegerischem Gepränge,unter dem Zulaufe einer großen Menschenmenge in der bischöflichenKathedrale beigesezt.

2" Der Nämliche bemerkt: .,Man ließ es an keinen nur erdenklichenNachforschungen fehlen und hielt während des ganzen folgenden Tage»die Stadtthore verschlossen, aber alle diese Vorkehrungen hatten keinenErfolg und es war nicht möglich, die Urheber dieses verabscheuungs-würdigen Mordes zu entdecke». Man behauptet, daß an der Spize derMasken Katharina v. Planta sich befand, Tochter des bekannten Pom-pejnS v. Planta, der bei Beginn der Veltliner Wirre» durch Jenatschgrausam verfolgt wurde." Diese Stelle lautet wörtlich wie die An-merkung I. S. 244 der keltrss <lu Ouc de Kokon. Auch hier sollendie Lichter vor der That ausgelöscht worden sein.

Nach Vnlliemin (Forts, von Müllers Schw. Gesch.) II. 658, der sichauf den konscrvsteur 8ui«ss beruft, soll sich unter den Mördern „auchLukretia, die Gattin des Travers von Orteustei» und Planta's Schwester,heimlich befunden haben, welche seit Jahren den Tag der Rache ersehnteund nun die augenblickliche Gereiztheit ihres Bruders nüztc, um ihndazu zu bringen." Als Note fügt Vnlliemin hinzu: „ve cs zour Isremords la saisit. kille kond» une reute snuelle n perpeluite (ü. 300)pour I'enlretien <lu lemple et le soulsgement des psuvres d« In pnroisse.I.n kucke se censerve drms le ckstegu." „Es war die nämliche Axt,welche Jenatsch im Blute des Pompejus Planta gefärbt hatte."

Hieher gehören noch folgende in der von A- v. Flngi im bündner.Monatsblatt pro 1852 S. 217 enthaltenen Biographie Jenatsch's zu-sammengetragene Notizen. „Nachdem die Mörder in die Stuben, allwoobige drei Obriste waren, gekommen, war der erste ein Man» von groberStatur und gewaltiger Stärke, mit einem Beltz gekleidt, sehr wohl ver-mummt, spricht sehr fröhlich: „Ha, Signor Jenatsch!" daranf derselbeihm, Jenatsch, die rechte Hand geboten, welche ihm der Mann so hartgehalten, daß er sich nicht wehren können, und stracks mit der linke»Hand ein Nöhrle, so er unter dem Bclz gehabt, losgcbrennt, — terSchutz aber nicht durchgangen," Darauf greift Jenatsch nach einemKerzenstock; ein Zweiter schlägt ihn mit einer Axt vor den Kopf, daßer fällt, ein Dritter wieder, daß das Hirn heraussprizt. — „Da solchesgeschehen, kommt der Erste wieder in die Stuben, kehrt Herr» Jenatsch