Demolirung der Rheinschanze.
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Eingangs des Monats November zogen die Companicn Tscharner 1639.und Rosenroll i» das Herzogthum Mailand ab.
Am 8. des nämlichen Monats November ging es dann auch, nachvielen Hindernissen und Verzögerungen, welche Guler in den Weggelegt hatte, an die Demolirung der Rheinschanze. Täglich warenzweihundert Mann damit beschäftigt und Spanien bezahlte sie. Dasgröbere Geschüz wurde nach Cur gebracht.^
Den Sold für die Besazung entrichtete Spanien dem OberstenGuler bis 1. Februar 1640. Dessenungeachtet hielt Lezterer stetsfortseine Compagnie beisammen, fortwährend dabei in den Trümmern derSchanze verweilend und obschon von den Bündnern Johann Simeoude Florin und Ambrosius Planta als Kommissäre ernannt wordenwaren, wollte dennoch Guler selbst als Vollzieher ihrer Befehle gelten.
Als derselbe aber im Monat April 1641, (um Alles ohne Unter-brechung der Zeitfolge zu berichten) für Ihre allerchristlichste Majestätei» Regiment werben wollte und bereits eine ziemliche Anzahl sichhatte einschreiben lassen, langte von Seiten der Erzherzogin Claudiaei» Brief vom 22. April an die Bündner an, in welchem sie sich bitterbeklagte, daß ihr Unterthan (dieses war der Ausdruck, dessen sie sichbediente) Guler, den Feinden des Hauses Oesterreich Kriegsdienste zuleisten vorhabe. Man möchte ihn hieran verhindern. Bei dem Nameneines Unterthanen erglühte Guler und behauptete unter Anführungvieler gute» Gründe, daß die Davoser, zu welchen er sich zähle unddie übrigen Gerichte seines Bundes, welche mit Erstem die gleichen
«2 Ueber diese Demolirung der Nbeinrestung an der untern Zollbruckfindet sich auf einem aus der damaligen Zeit stammenden, bandschrist-lichen Blatte folgende mit Sprecher'S Angabe nicht übereinstimmendeNotiz:
„Ao. 1839 Octvbris hat der spanische Resident dem commandirenLenObrist Guler wegen Deniolicrung der Nheinfestnng bey der »»»derenZollbrngg 20000 Cronen anerbotteu, so angenommen vnd aus der Festunggezogen, nicht weniger bat obiger Resident zweihundert Dublonen fürdiejenige» Paureu, die solche Demolirung vornemmen. gegeben, welchesdann geschehen vnd fertig auff der arbeith waren, die vorgeschoßne Dub-lonen wohl zu verdiene», öiv. soll mit consens, Wüste» vnd Willen derallgemein verfambleken Gmeinden geicheche» seyn."
Die Sache klingt mehr als unwahrscheinlich und Guler'S Anhangwar zu klein um die Spanier zu einem solchen Opfer zu veranlasse».Möglich, daß obige Summe, welche wahrscheinlich eine Null zu viel hat,mit dem Solde verwechselt wurde, de» Spanien der Besazung zahlte.