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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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320 Die Unlerengad. beschweren sich wegen Restitution d. Kapuziner.

tvtO Die Unterengadiner beruhigten sich Hiebei keineswegs und stießengegen einige obenan Stehende, welche nach ihrer Meinung die Sacheallznläßig betrieben, verschiedene Drohungen aus. Als dann nochimmer keine Antwort, weder vom kaiserlichen Hofe »och von dem-jenigen zu Innsbruck anlangte, beschlossen gegen Ende des Jahres1640 die Bünde den Georg Wiezel ^ „ach Innsbruck und auch »achRegenSburg zu senden, an welchem lezteren Orte der Kaiser sich be-fand. Der Auftrag des Abgeordneten ging dahin, mit allem Fleißeauf die Anuilirung aller seit dem Jahre 1620 abgeschlossenen Ver-träge zu dringen, und auch darauf abzustellen, daß man die Unter-engadiner und die acht Gerichte welche bezüglich der Religion, derPolitik sowie der Oberherrlichkeitsrechte ganz die nämliche Freiheit wiedie übrigen Bündner genößen, in diesen ihren Rechtsamen nicht ver-kürzen möchte. Ferner war von ihm anzuzeigen, daß die Bündner dieim Jahre 1518 mit Kaiser Maximilian I. geschlossene Erbeinigungvon Wort zu Wort bestätigt hätten, ohne irgend welche Zusäze zumachen.

Am 6. Januar 1641 reiste der Bote nach Innsbruck ab, welcheser am 4. Februar verließ, um sich nach Negensburg zu begebe». Hiererhielt er eine Privatandienz bei dem Kaiser, welchem er das Memorial(wie man es nennt seiner Sendung mittheilte. Am 16. Februarließ ihm der Kaiser seine Antwort an die Bündner zustellen, und erkehrte am 28. März damit in die Heimath zurück, wohin er auch einSchreiben der Erzherzogin vom 24. März mitbrachte.

Was den Kaiser anlangt, so bestätigte derselbe in seinem Briefedie Tractate der Jahre 1636 und 1637. Das Nämliche that dieErzherzogin in dem Ihrigen, wobei sie dieses Mal statt „Unterthanen"die Bezeichnung „Einwohner des Unterengadins" brauchte. Unter-richtet, daß unter den Bündnern große Aufregung herrschte, hatteJene den Ulrich von Ramschwag, um die Gemüther zu besänftigen, indie Bünde geschicki, doch richtete derselbe hier nichts aus und dieUnterengadiner, welchen sehr Viele, um nicht zu sagen, die ganze Be-völkerung der acht Gerichte, Beifall gab, oppynirten mit größerer Hizeals je vorher und ließen öffentlich eine Schrift ausgehen mit der Er-

a Porta bat bier Jobann Ichorsch (Georgins). welche Abweichungvielleicht durch eine Verwechslung I>eS Taufnamens mit dem Namen desGeschlechtes herbeigeführt wurde.

73 Remarmw, ut vaosnt, — ii» Original.