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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Bnndstag zu Enr.

UU 2 . Am 3. Juni, er siel auf einen Dienstag, fand nach öffentlichemBeriefen der Erbeinignng deren feierlicher Abschluß im erzherzoglichenPalaste, nach deutscher Tille durch Handschlag, statt. Dann richtetedie Stadt Feldkirch ein prächtiges Gastmahl aus und bezahlte alleUnkosten. Jeder der bündncrischen Gesandten erhielt eine goldeneKette im Werthe von hundert Gulden mit Schaumünzen, auf welchendie beiden Bilder der Erzherzogin und ihres Sohnes zu sehen waren.

Ich habe diese Angelegenheit, obschon inzwischen noch Anderesvorfiel, das ebenfalls erwähnt werden muß, in ununterbrochenerReihenfolge zu erzähle» vorgezogen, kehre jedoch nunmehr dahinzurück, von wo ich ausging.

Am 18. Juli 1640 war der Bundstag in Enr abgehalten worden.

Bei demselben fanden sich auch die Boten des gesammten Veltlinsein und zwar Jacob Venosta von Tirano, Ferdinands Gatto vonTeglio, Giovanni Antonio Peranda Quadrio von Ponte, AndreaEarbonera von Sondrio, Gasparo Castello von Morbegno und PietroPaolo Paraviciui von Morbegno, alle Doctorcn der Rechte oder darinwohl erfahrne Männer. Sie wiesen Vollmachten vor, welche vonErgcbenheitsbezengungen überflössen. Namens der klebrigen nanntePeranda in zierlicher Rede die Bündner die wahren und natürlichenHerrn und Obern der Beltliner, vvn ihren ergebenen Unterthanengeschäzt und verehrt und bot der Leztere» beste Dienste an. DasNämliche batten die Clävner und Wormser, welche übrigens bei dieserGesandtschaft ebenfalls vertreten waren, bereits früher schon durch denDoctor Pellizario de Pellizariis und Hauptmann Joachims de Albertisversichern lassen. Man hörte jezt Alle gütig an, schaffte einigen Be-schwerden Abhülfe und bewirthete die Boten leztlich mit eiuem offent-lichen Festmahle. Der Bischof von Cnr sandte Niemand. Um nichtwegen feiner eingebüßten Rechte sich verwahren zu müssen, wandteer vor, die Erbeinignng sei von Seiten des Bisthums stets beobachtetworden und deßhalb auch keine Erneuerung derselben nothwendig.

Den bündnerischen Amtleuten im Vcltlin wurde an diesem Bei-lage die Amtsdauer bis zum 1. Juni 1841 verlängert.

Auf Antrieb der Geistlichen waren die Spanier bereits öftersschon über die Verweisung der Veltliner Protestanten aus ihrer Heimatbeingekommen, auch wurde lange und viel über den durch Spanien zubewerkstelligenden Ankauf ihrer unbeweglichen Güter verkandrlt, ebensoüber die Steuern und Tchnize, welche die Veltliner auf denselben kür