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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Beschwerden der evang. Geistlichen.

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die abgelaufene» Jahre ansprachen. Dagegen verlangten die Evangc- Uillliscben Vergutung des erlittenen Schadens. Ende Mai deS Jahresj 641 legten endlich die bündnerischcn Eommissarien nnd Syndicatorcnzn Sondrio die Sache dahin bei, dass die Protestanten bezüglich derunter den. Herzog von Rohan anferlegten allerdings schweren Steuern,r» etwas billiger wegkamen, aber im Monat September darauf mitden Ihrigen die heimatl,liebe Thalschaft zu verlassen gezwnngen wurden.

Da die katholischen Pnschlaver (ihr Gericht war das zunächst und ambequemsten gelegene) sich weigerten, sie anfznnebincn und blos der evan-gelische Theil des Thales ihnen Gastfreundschaft anbot, machte» dieBündner Miene sechshundert Mann unter den Hauptlenten StephanMuggli (dieser war selbst Katholik), Dnrie Enderlin und Joh. Jnvaltbiueinzuseudeu, um die Widerspenstigen zum schuldigen Gehorsamzurückzuführen. Doch kam es nicht dazu, indem hierauf die katholischenPuseblaver, wen» auch »»gerne, nachgaben.

Am 29. Juli 1641 kam Hierouvmo Farncse, Erzbischof vonPatras und apostolischer Nuntius bei den katholischen Eidgenossenund Lündnern, an den bischöflichen Hof nach Cur, wo er, namentlichmit der Regelung der ökonomischen Verhältnisse des Bistbum behufsTilgung seiner schweren Schuldenlast beschäftigt, bis zum 23. Septem-ber verweilte und seinem Auftrage, wie er sagte, gemäss, öffentlich sehrfriedliebend sich zeigte. Indessen schöpften dennoch Bischof und Kano-niker aus seiner Ankunft Muth, wie aus Nachfolgendem hervorgebt.

Es hatte» nämlich die evangelischen Geistlichen bei den HänsigenKlagen, welche von Seite der protestantischen Bevölkerung, zumalderjenigen, welche mitten unter Katholiken wohnte, täglich tank wur-den, aus ihren kurz vorher abgehalteten Synode den Beschluß gefasst,zehn aus ihrer Mitte anszuschiesseu, welche aus den» nächsten Beitagevor den protestantische» Boten erscheinen, bescheiden diese Beschwerdenvortragen nnd um Abhülfe derselben bitten sollten. Dieses geschahdann auch in der That am 18. Juli zn Eur und namentlich führtensie an, wie die zum Besten der Freiheit beider Eonfcssionen, nach reif-licher Ueberlcgnng nnd unter Beistininmng beider Theile, im Jahre1526 erlassenen Fnndamentalgeseze und die bei Zeit nnd Gelegenheitdenselben im Weiter» beigefügten Zusäze und Erläuterungen in derThat die beste Eintracht unter den Bündncrn znr Folge hatten, bisauf den Zeitpunkt, wo Geistliche fremder Orden in das Land kamen,und der politischen Behörde den Gehorsam aufzukündigen, nnd in gc-