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Des Ritters Fort. Sprecher v. Bernegg J.U.D. Geschichte der Kriege und Unruhen, von welchen die drei Bünde in Hohenrätien während der letzten Jahre heimgesucht wurden / [Fortunat von Sprecher von Bernegg] ; nach dem Lateinischen bearbeitet, durch Anmerkungen erläutert und unter den Auspizien der bündnerischen geschichtforschenden Gesellschaft herausgegeben von Conradin v. Mohr
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Vor dem Schiedsgerichte.

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der freilich keine Gründe angeführt, sondern lediglich der alte Kohl lüsg.wieder aufgewärmt worden war. Nach Wascr's Rückkehr horten wirsie vorlesen, und es war dieselbe ihm von dem Gerichte zu dem Zweckemitgetheilt worden, damit er sie bei der zu Brugg im Aargau statt-zufindenden Conferenz der drei verbündeten Stände vorlege, und soblieben wir dort unvectheidigt. Mit welcher Treue und AufrichtigkeitMaser dort, wohin er mit Ende des Jahres abreiste, unsere Rechteauseinandersezte, mag Gott wissen, welchem er so gnt als wir alle,über diese Sache Rechenschaft schuldig ist.

Nachdem dann die verbündeten Eidgenossen zu Brugg im Aargauihre Zusammenkunft abgehalten und von dort aus noch am 23. Dec.

1643 alten oder 3. Januar neuen Stiles an beide Partheien einwohlwollendes Schreiben mit der Mahnung erlassen hatten, uns zuverständigen und zu versöhnen, — kam am 1. resp. 11. Januar desJahres 1644 Maser wieder nach Cur, wo er die Deputirtcn beiderTheile wieder citirte und am 5. resp. 15. Januar abermals zu einerfreundschaftlichen Ausgleichung einlud. Sowohl die Beisizer der Da-voscr aber. als auch diejenigen der Gerichte erklärten bei der Nechts-entscheidung verbleiben zu wollen. Leztcre bemerkten Hiebei, daß siedie Worte des Compromisses, es sei nach dem strengen Rechte zu ur-theilen, nicht recht verstünden, und deßhalb um eine Erläuterung vonSeiten des Schiedsrichters bitten müßten. Alles dieses war mitMaser zum Voraus abgekartet. Als dann die Unsern, nämlich Wiezclund Paul Sprecher ihre Ansicht ausgesprochen, sagte Maser, er mögenicht in unserer Gegenwart den Confidenten der Gerichte seine Er-klärung darüber abgeben, und verhandelte dann auch in der That mitihnen, ohne Zuzug der Davoser drei Tage lang darüber. Endlichmachte er die Eröffnung, er halte es i» Betracht aller Umstände undnach Einholung des Rathes kluger, sowohl in der Politik als in denRechten wohlerfahrner Männer für nöthig, um es nicht zum Aeußer-stcn kommen zu lassen, nochmals Mäßigung und Aussöhnung anzu-empfehlen. In diesem Sinne fasse er das Compromiß auf und erwartenun den Antrag der Confidenten Seitens der Gerichte.

Diese erklärten am 9. resp. 19. Januar, daß sie auf MasersWunsch, um des Friedens und der Freundschaft willen, dazu sich ber-

"5 Volle »e in iibsenti» darum »»am protorre seelnratianem, —im Original.