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Intervention der Eidgenossin.
1614. A», 24. März resp. 3. April 1644, Sonntags, gingen einige
evangelische Rathsbotcn von verschiedenen Eurer Bürgern, doch indurchaus friedlicher Absicht, begleitet, nach Zitzers, wo sie nach langemHin- und Herreden von den Katholiken endlich den Schlüssel zur klei-nern Kirche zu St. Andreas erhielten. Sofort wurde auch durchHartmann Schwarz daselbst gepredigt. Am folgenden Tage sollte erzu Untervatz ebenfalls eine Predigt halten, aber die Katholiken wandtenvor. sie wären nicht ordnungsgemäß vorgeladen worden und Aehnlichesder Art, und so wurde die Sache verschoben. Doch fand nirgends einTumult statt, eben so wenig wurden die Protestanten auf irgendwelche Weise gewaltsam zurückgeworfen, wie einige Katholiken prahlendAuswärtigen schrieben.
Inzwischen drangen die Katholiken darauf, daß katholische Eid-genossen in die Bünde kommen möchten und die Protestanten schriebe»ebenfalls ihren eidgenössischen Coufesfionsgenossen, sie möchten, wennJene kämen, sich ebenfalls einfindcn.
Ungefähr Eingangs April trafen Beide ei» und zwar von Zürich:Joh. Heinrich Maser; von Bern: Gabriel Wattenwil; von Glarus:Joh. Heinr. Elmer; von Luzern: Lcodegar Pfiffer; von Uri: JodocusPüntener und von Schwiz: Caspar Zeeberger.
Es sandten dann auf Instanz der katholischen Bündrer die Eid-genossen gleicher Confession znm zweiten Male Boten in die Bünde,welche am 3/13 zu Cur anlangten. Sie schlugen den Evangelischensechs Artikel eines Einverständnisses vor, welches vorläufig jedochkeine Parthei Präjudiziren sollte; auch bliebe es ihnen übernommen,es ihren Gemeinden vorzulegen, gleich wie die Gesandten selbstsich dessen Mittheilung an ihre Obern ebenfalls vorbehielten. DieBoten waren, von Luzern: der bereits erwähnte Pfiffer, von Uriwieder Püntener, von Schwiz: Zeeberger; von Unterwalden : CasparBücher; von Zng: Beat Jacob Zurlauben; von Glarus: ChristophSchwarz; von Freibnrg: Rudolf Vicius: von Solothurn: LanrenzSury und von Appenzcll: Jacob Wiser.
Der Inhalt des genannten Einverständnisses war nun folgender:
Erstens und vor Allem aus sollte den gegenwärtigen und künfti-gen Katholiken und deren Nachkommen, ihren Geistlichen und sämmt-
ES fällt hier auf, daß »ichtS vorn demjenigen mitgetheilt wird,was die obenerwähnte erste Gesandtschaft ausrichtete.