Vorschlag eines Einverständnisses.
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lichen Ordenslenten zu jeglicher Zeit die freie und ungehinderte Aus-übung der römisch-katholisch-apostolischen Religion gestattet sein undselbe durch keine weder gegenwärtige noch künftige Verordnungen undDekrete darin beschränkt werden.
Wenn zweitens die alte Uebung und Gewohnheit beobachtetwürde, zu Folge welcher, wenn die Mehrzahl einer Pfarrei der einenoder andern Konfession angebört, dieselbe auch ausschließlich Kircheund kirchliche Einkünfte, falls nicht besondere Einverständnisse etwasAnders vorschreiben, zu genießen berechtigt sein sollte, so dürfte mansich der Hoffnung hingeben, alle künftigen Streitigkeiten wirksam vor-gebeugt zu sehen.
Drittens. Was die Beschwerden über die fremden Ordensgeist-lichen betrifft, so wie das Verlangen sie der weltlichen Behörde zuunterwerfe», so würden diese Klagen für die Zukunft verstummen,wenn die Geistlichen beider Konfessionen sich aller politische» Ver-sammlungen enthielten und die Ordensgeistlichen nur ihrem Berufelebten.
Viertens. Wen» bezüglich der Disciplin der geistlichen Personen,die nämliche Uebung beobachtet würde, wie in der Eidgenossenschaft,wo auch beide Konfessionen nebeneinander wohnen, so behielte eines-thcils der Bischof seine Rechte und auf der andern Seite, würde auchdenjenigen der politischen Behörde kein Eintrag geschehen.
Fünftens wäre, weil in den Bünden die LandeSkindcr nichtüberall für den geistlichen Stand taugen, das Zugeständniß noth-wendig, daß die Patres Kapuziner oder andere Ordensleute, entwederaus den Bünden selbst oder aus der Eidgenossenschaft und den zuderselben gehörigen Gegenden sich damit versehen dürften.
Sechstens glauben wir, daß wenn die abgedachten Punkte ange-nommen würden, in den übrigen Fragen geringerer Bedeutungschwerlich ein weiterer Anstand mehr sich ergeben könne.
Die wenigen evangelischen Boten, welche zugegen waren (denndie zweite Gesandtschaft war ganz plötzlich angelangt) beantwortetendiesen Vorschlag vorläufig dahin, sie würden bei der äußersten Wichtig-keit des Gegenstandes und weil wegen des ungünstigen, Weg und Stegmit Schnee absperrenden, Wetters sie selbst nur in geringer Anzahlanwesend wären, dazu auch Seitens der Gemeinden keinerlei Aufträgein der Sache hätten und ohne die Berathung mit ihnen auch keine Zu-sage machen könnten, — Alles getreulich heimberichten und baten einst-
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