Auffände mit Oesterreich.
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öffentliche Kosten (Hauptmann Georg Wiezel war es, der Lezteres 1644.mit großer Mühe auswirkie) Hospitium und Betkapelle wieder herge-stellt und die katholischen Schnlser selbst (ihrer Gesammtzahl nachkaum zehn Köpfe oder noch weniger) so wie auch Andere bezeugten, daßsie an Werth den früheren gleich kamen. Dieß wurde der Erzherzoginangezeigt. Aber die Kapuziner suchten im Vertrauen auf östreichischeUnterstüzung (an beiden Höfen, dem kaiserlichen und dem erzherzog-lichen schürten Jesuiten und der Ruhe überdrüssige Höflinge, die Unzu-friedenheit und nicht minder stimmte der gesammte katholische Klerusin den Bünden damit überein) neue Schwierigkeiten und Verwirrun-gen zu bereiten. So verlangten sie denn auch die Zusichernng Sei-tens der Bünde, daß sie zu jeder Zeit sicher im Lande wohnen dürfte»,denn sie trauten der Wuth der Engadiner, welche gänzlich dem Winkeihrer Prediger gehorchten, in keiner Weise.
Man antworrete hierauf, daß die gesammte Geistlichkeit, der diegemeinschaftlichen Geseze und Landesverordnungen den Aufenthalt ge-statteten, bei guter Aufführung sicher und ruhig im Lande sich auf-halten dürfe. Der Schuz desselben gebühre ihnen von Rechtswege»und solle ihnen nicht verweigert werden.
Worauf verfielen aber nun die Feinde der Ruhe und des Frie-dens!? Sie erwiederten, im Feldkircher Vertrage stehe, daß seine Be-stimmungen bis an der Welt Ende (so der deutsche Wortlaut) zugelten hätten, somit auch der Aufenthalt der Kapuziner. Sie wolltendieß durch Documente beweisen, auch sei der Hauptmann JohannSchorsch von Splügen, damals einer der bündnerischen Boten, ibrZeuge. Darauf wurde derselbe einvernommen und gab an, es hättenallerdings die erzherzoglichen Deputirten die Gestaltung des Aufent-halts für die Kapuziner verlangt, ebenso auch Theil zu nehmen begehrtan deren Einsezung. Denn von einem blos zeitweise» Aufenthaltderselben, wie die Engadiner es vielleicht wollten, könne keine Redesein. Aber die bündnerischen Boten hätten hierauf in sehr bestimmterWeise erwiedert, daß sie jeglichem auswärtigen Fürsten die Befngniß,in politischen Dingen und Sachen der Religion ein Wort nntzusprechen,streistig machten. Ihr Land sei frei und erkenne nur Gott über sichan, — auch gedenke es mit dessen Hülfe dasselbe auch fernerhin so zu
>32 Mch einer Note Lchmauu's betteten sich dieselben aus die da-mals ziemlich bedeutende Summe von fl. 830. l8 kr.